eBay-Mitgliedskonten sind laut unserer AGB nicht übertragbar (vgl. eBay-AGB § 2 Nr. 11, http://pages.ebay.de/help/policies/user-agreement.html#anmeldung ) und daher geht das eBay Nutzerkonto nicht automatisch auf den Erben über. Dies soll dem Schutz der Nutzer dienen und einen Handel mit Mitgliedskonten unterbinden. Um das Konto dennoch von den Erben kündigen zu lassen, sollten sich die Erben bzw. Angehörigen in einem solchen Todesfall bei eBay melden. eBay wird das entsprechende  Mitgliedskonto dann sperren. Da der Erbe das Mitgliedskonto nicht kündigt, sondern eBay das Mitgliedskonto des Verstorbenen sperrt, genügt hierfür die Vorlage der Sterbeurkunde. Zugangsdaten wie Passwörter werden grundsätzlich nicht herausgegeben, auch nicht an Erben oder Angehörige. Da das Mitgliedskonto nicht auf den Erben übertragen wird, besteht auch kein Anspruch auf Herausgabe der Zugangsdaten.

Etwas anderes kann ausnahmsweise dann gelten, wenn noch Verträge abzuwickeln und die hierfür notwendigen Informationen nur durch einen Zugang zum Mitgliedskonto zu erhalten sind. Erben treten in die Rechte und Pflichten des Verstorbenen ein. Dementsprechend sind die Erben verpflichtet, auf eBay geschlossene und wirksame Kaufverträge zu erfüllen. Wenn beispielsweise ein eBay Mitglied als Verkäufer auf eBay eine Ware zum Verkauf anbietet und nach Abgabe dieses verbindlichen Angebots verstirbt, kommt mit dem Höchstbietenden Käufer trotzdem ein Vertrag zustande. Die Erben treten in dann in Position des Verkäufers ein und müssen den Vertrag erfüllen. Dasselbe gilt, wenn nicht der Verkäufer, sondern der Käufer vor Auktionsende stirbt: Wenn der Käufer ein Gebot abgegeben hat, nimmt er das Angebot des Verkäufers an. Verstirbt der Käufer vor Auktionsende, ist der Vertragsschluss dennoch wirksam. eBay kann in solchen Fällen einen Zugang zum Mitgliedskonto des Verstorbenen ermöglichen.

(Quelle: ebay.de)