...acht Abgeordete mehr werden demnächst im Landtag sitzen.

Überhangmandate:

Grundsätzlich sind im hessischen Landtag 110 Sitze zu vergeben. Diese Zahl wird nach der Landtagswahl aber nicht ausreichen und muss erhöht werden. Das liegt daran, dass überraschend viele CDU-Kandidaten ihre Wahlkreise gewonnen haben. So kommt es zu einer Situation, wie es sie bislang in Hessen noch nicht gegeben hat.
Die Zahl der Sitze, die einer Partei im Landtag zustehen, richtet sich nach dem Ergebnis der Zweitstimme. Die Sitze werden zunächst an die direkt gewählten Abgeordneten (Erststimme) vergeben. Die übrigen Plätze werden mit Abgeordneten der Landesliste einer Partei besetzt. Wenn es aber mehr direkt gewählte Abgeordnete gibt, als der Partei nach den Zweitstimmen zustünden, entstehen die Überhangmandate. Das ist diesmal der Fall:

Der CDU stehen nach den Zweitstimmen 42 Sitze zu. Da die Union aber über die Erststimme 46 Wahlkreise gewonnen hat, schickt sie auch 46 Abgeordnete nach Wiesbaden.

Ausgleichsmandate

Ausgleichsmandate sorgen dafür, dass das Wahlergebnis trotz dieser Überhangmandate nicht verfälscht wird und den anderen Parteien kein Nachteil entsteht. Die vier Ausgleichsmandate werden wie folgt auf die anderen Parteien verteilt: Zwei an die SPD und jeweils einer an FDP und Grüne. Der neue Landtag hat damit 118 Sitze.