Die Hintergründe zur Zeitumstellung:2008_10_24_pic_zeitumstellung

Die Regeln

Ab Sonntag, den 25. Oktober, wird es abends noch früher dunkel – die Uhr wird in der Nacht vom Samstag auf Sonntag um 3:00 Uhr eine Stunde zurückgestellt: Die Winterzeit beginnt, und wir können alle eine Stunde länger schlafen!

Für die Sommerzeit gilt dementsprechend: Die Zeitumstellung findet am letzten Sonntag im März statt. Dabei wird um 2:00 Uhr die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet "Die Nacht ist eine Stunde kürzer".

Diese Regelung ist in Deutschland durch eine Verordnung im Bundesgesetzblatt festgelegt:

Die Gründe

In Deutschland wurde die aktuell gültige Zeitumstellung von der Normalzeit - oder wie von vielen bezeichnet "Winterzeit" - auf die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt. Hauptgrund war, mit dieser Regelung durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie zu sparen - vor allem nach der Zeit der Ölkrise 1973. Außerdem wollte Deutschland sich damit an seine Nachbarländer anpassen, diese hatten diese geltende Regelung schon früher eingeführt. Die Zeitumstellung ist in der Europäischen Union einheitlich geregelt. Durch die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union wurde die Sommerzeit 1996 in Deutschland um einen Monat verlängert und gilt gemäß des Europäischen Parlamentes seitdem vom letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr MEZ bis zum letzten Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr MEZ.

Seit 1916 gibt es eine generelle Zeitumstellung in Deutschland, drei Wochen später folgten Großbritannien und Irland. Die Bezeichnung "Daylight Saving Time" beschreibt auch damals schon den Zweck, nutzbare Tageszeit zu gewinnen:. Bereits 1784 gab es die ersten Gedanken zu diesem Thema gab es von einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten, Benjamin Franklin, der damals schon für eine breite Diskussion sorgte.

Seit der Einführung der Sommerzeit wird natürlich noch verstärkter über den Sinn und Unsinn dieser Maßnahme diskutiert. Untersuchungen des Bundesumweltamtes spart man während der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht, jedoch wird dann morgens mehr geheizt, besonders in den kalten Monaten (März, April und Oktober). Insgesamt steigt der Energieverbrauch dadurch sogar an.

Die Auswirkungen

Mediziner haben negative Auswirkungen der Zeitumstellung festgestellt; Besonders unter der nötigen Anpassung an die neue Zeit zu leiden haben Menschen, die eh unter Schlafstörungen leiden. Auch Patienten, die unter organischen Erkrankungen leiden, sind betroffen.

Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen können mit einer Art Mini-Jetlag gleichgesetzt werden. Symptome in der Anpassungsphase, die 4 bis 14 Tage dauern kann, sind neben Müdigkeit und Schlafstörungen z.B. Verdauungsprobleme, Konzentrationsschwäche oder Schwankungen der Herzfrequenz

Studien besagen, dass es an dem Montagmorgen nach der Zeitumstellung von der Winter- / Normalzeit auf die Sommerzeit (also bei einer Stunde weniger Schlaf) mehr Verkehrsunfälle gibt als an einem gewöhnlichen Montagmorgen.