Erstmals nutzen die hessischen Parteien und Spitzenpolitiker für ihren Wahlkampf das Internet- doch doch schon einen Tag nach der Wahl herrscht Stillstand auf den Seiten- keine "Danke für die Unterstützung", keine Bilder, keine Videos der Wahlpartys.

 «Das ist ein Zeichen mangelnder Professionalität und ein echter Fauxpas», bewertete der Politikwissenschaftler Christoph Bieber vom Zentrum für Medien und Interaktivität der Uni Gießen.
Dass die Parteien und Spitzenpolitiker ihre Seiten nicht auch nach der Wahl besser pflegen, bezeichnete er als «eindeutiges Versäumnis».
Allein mit eventuell fehlenden personellen Kapazitäten sei die Internet-Müdigkeit nicht zu erklären. «Man hätte auch Einträge vorbereiten und zeitnah auf den Seiten platzieren können», so Bieber.

   Auch am Tag nach der Wahl prangten auf den Seiten der Parteien zuoberst noch überwiegend Wahlaufrufe. Lediglich die Partei Die Linke bedankte sich mit einem Banner: «Danke - Wir werden dieses Land weiter verändern!»

 Ein Musterbeispiel an fehlender Aktualität lieferte Andreas Ypsilanti. Die am Wahlsonntag von ihren Ämtern zurückgetretene hessische Partei- und Fraktionsvorsitzende bot den Internetnutzern noch am Montag einen veralteten Beitrag vom 8. Januar.

(Quelle: dpa)