Seriöse Vergleichsportale?

Online seit: Freitag, 29.01.2016
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Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat in seiner aktuellen Ausgabe Internet-Vergleichsportale unter die Lupe genommen. Getestet wurden Angebote für Kredit- und Stromtarife sowie für Kfz.-Versicherungen. Das Ergebnis: Die vergleichsportale filtern offenbar nicht immer den günstigsten tarif heraus.

Woran Sie ein seriöses Portal erkennen?

• Keine Werbung mit einem kostenlosen Vergleich, denn die Kosten (Maklerprovisionen) sind im Preis für die Police enthalten.

• Bevor der Vergleich startet, informiert das Portal über am Vergleich teilnehmende und nicht teilnehmende Anbieter und über die Provisionen, die es für Vertragsabschlüsse erhält.

• Es werden auch Tarife gelistet, die man nicht über das Portal abschließen kann, für die das Portal also keine Maklerprovision erhält.

 

Tipps für Wechsler

Einfacher Wechsel. Den Stromanbieter zu wechseln ist nicht schwer. Welche Kündigungsfrist man einhalten muss, steht im alten Vertrag, bei Preisänderungen besteht ein Sonderkündigungsrecht. Hat man einen neuen Versorger gefunden, reicht eine Nachricht per Brief, telefonisch oder im Internet. Angegeben werden Anschrift, Zähler- und Kundennummer des bisherigen Stromversorgers und der gewünschte Wechseltermin. Den Rest samt Kündigung des bestehenden Vertrags übernimmt der neue Anbieter.

Keine Versorgungslücke. Während der Umstellung keinen Strom mehr zu bekommen ist laut Gesetz ausgeschlossen. Kann ein Anbieter nicht liefern, übernimmt automatisch der örtliche Grundversorger die Belieferung.

Teurer Grundtarif. Circa vier von zehn Haushalten haben noch nie den Anbieter oder den Tarif gewechselt, obwohl der Grundtarif meist deutlich teurer ist. Zudem beinhaltet der Grundtarif oft einen hohen Anteil Kohle- oder Atomstrom.

Vorkasse. Paketangebote mit Festpreis gegen Vorkasse sollte man meiden. Der Verbraucher schätzt hier seinen Verbrauch und kauft den Strom im Paket, das er für ein Jahr im Voraus bezahlt. Das honoriert der Anbieter im Idealfall mit günstigen Preisen. Aber: Zusätzlich benötigter Strom ist deutlich teurer als im Paket, zu viel bezahlter verfällt. Geht der Anbieter pleite, hat man große Probleme, sein Geld wiederzubekommen.

Bonus. Auch die Einberechnung von Bonuszahlungen sollte man bei der Suche in Vergleichsportalen wegklicken. Viele Anbieter gewähren zwar eine solche Wechselprämie, die die Kosten im ersten Jahr reduziert, um in den Listen an oberster Stelle zu stehen, aber ab dem zweiten Jahr ist der Kunde meist im Nachteil. Je nach Region gibt es den (Öko-)Strom auch preiswerter. Häufig kommt es zu Auseinandersetzungen, wenn der Kunde nach nur einem Jahr wieder kündigt, da viele Anbieter entgegen der Entscheidung von Gerichten die Bonuszahlung von einer Fortführung des Vertrags abhängig machen.

Vertragslaufzeit. Laufzeiten über einem Jahr sollte man nur mit einer Preisgarantie akzeptieren.

Mehr Informationen finden Sie hier.

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