Diagnose Herzfehler: Geburt oder Abtreibung?

Online seit: Donnerstag, 22.09.2016
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Für werdende Eltern ist es wohl das Schlimmste, wenn Ärzte ihnen sagen, dass das ungeborene Kind eine Fehlentwicklung hat. Sie stehen dann vor der Entscheidung: Abtreiben oder nicht? Genau dieses Dilemma beleuchtet der Film "24 Wochen", der am 22. September 2016 in die Kinos kommt. Rafael Fleischmann berichtet über den Film und eine Familie aus Fulda, die sich trotz eines Herzfehlers bewusst für ihr Kind entschieden hat.

Bei der pränatalen Diagnostik wird nach Störungen und Fehlentwicklungen des ungeborenen Kindes gesucht. Diese Form der Untersuchung geht über die normale Vorsorgeuntersuchung bei Schwangeren hinaus. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sind somit vorgeburtliche Therapien möglich. Darüber hinaus können sich die Eltern auf eine mögliche Behinderung des Kindes vorbereiten und mit den Geschehnissen besser umgehen. Kritisiert wird jedoch, dass die Testergebnisse nicht eindeutig sind und wenig über den tatsächlichen Zustand des Kindes aussagen.

Pränataldiagnostische Untersuchungen müssen selbst bezahlt werden, wenn beim ungeborenen Kind kein Verdacht auf Entwicklungsstörungen besteht. Die Kosten weiterer Untersuchungen werden jedoch von der Krankenkasse übernommen, wenn im Laufe der normalen Vorsorgeuntersuchung Anzeichen auf eine Fehlentwicklung auftreten. Frauen über 35 Jahre haben einen Anspruch auf eine von der Kasse bezahlte Fruchtwasseruntersuchung.

Weitere ausführliche Informationen zur Pränataldiagnostik finden Sie unter www.familienplanung.de.

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