Kriminalität in Hessen

Online seit: Donnerstag, 16.02.2017
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Noch nie wurden in Hessen so viele Straftaten aufgeklärt wie 2016. Kein Wunder, dass Innenminister Peter Beuth gutgelaunt war, als er die Kriminalstatistik vorgestellt hat. Doch die Opposition sieht eigentlich keinen Grund zum Feiern. Andreas Schopf berichtet.

Die detaillierten Ergebnisse der Kriminalstatistik Hessen

Aufklärungsquote mit 62,7 % auf dem Höchststand

Die Aufklärungsquote betrug im Jahr 2016 62,7 % und erreichte damit den höchsten je gemessenen Wert.

Fallzahlen knapp über 400.000 Straftaten

Im Jahr 2016 wurden in Hessen 412.104 Straftaten in der PKS erfasst. Das sind 8.916 Fälle bzw. 2,2 % mehr als im Vorjahr.

Die Fallzahlen des Wohnungseinbruchdiebstahls sanken auf den tiefsten Stand seit 2010, Anzahl der vollendeten WED konnte wie-der reduziert werden

Im Vergleich zum Vorjahr war ein Rückgang der Fallzahlen beim Wohnungseinbruch-diebstahl um 1.190 (-10,3 %) auf insgesamt 10.405 WED festzustellen, wobei sich die Aufklärungsquote auf Vorjahresniveau bewegte. Die Anzahl der vollendeten WED nahm um 2,7 Prozentpunkte ab, damit stieg die Versuchsquote auf 46,5 %.

Straßenkriminalität niedrigste Fallzahl seit 20 Jahren!

Während vor 20 Jahren noch 140.420 Fälle der Straßenkriminalität registriert wurden, ist in 2016 nur noch ein Fallaufkommen von 72.712 Fällen festzustellen (-48,2 %).

Starker Rückgang im Bereich des Diebstahls!

Die Zahl der Diebstähle insgesamt ging im Vergleich zum Vorjahr um 10.585 Fälle (-7,0 %) auf 141.410 Fälle zurück.

Gewalt gegen Polizeibedienstete auf neuem Höchststand!

Die Gewaltstraftaten gegen Polizeibedienstete stiegen auf einen Höchststand von 1.420 Fällen. Das sind 224 Fälle mehr als im Vorjahr (+18,7 %). Im Jahr 2016 wurden 3.468 Polizeibedienstete, inklusive Wachpolizei und sonstiger Beschäftigter als Opfer registriert, im Jahr 2015 waren es noch 3.071 (+12,9 %).

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