Hitze, Blitze, Dauerregen: Hessens Sommerwetter spielt verrückt

Online seit: Dienstag, 01.08.2017
Bewertung:

 

Wissenswertes rund um Blitz und Donner

Warum kommt es vor allem im Sommer zu Unwettern?

Besonders von Mai bis August sammelt sich auf der nördlichen Erdhalbkugel viel Wärme in der Atmosphäre. Wenn diese auf kühlere Luftmassen trifft, kommt es zu Gewittern und Unwettern.

Warum blitzt und donnert es immer häufiger?

Klimaforscher sagen, dass die Erderwärmung „Schuld“ an der Zunahme von Unwettern ist. Bei höheren Temperaturen ist der Feuchtigkeitsgehalt in der Atmosphäre auch höher. Kondensiert diese Feuchtigkeit aufgrund von kühleren Luftmassen, entstehen hier in der Höhe häufiger Gewitter und Unwetter. Diese „latente Wärme“ ist die Ursache und der Antrieb für Gewitter und Tormados, die sich vertikal entwickeln.

Warum sind oft Städte von Unwettern betroffen?

Ballungsräume erhitzen sich stärker als das Umland und bergen daher mehr Potential für Gewitter. Auch Gebirge sind verstärkt von Unwettern betroffen, da sich an den Hindernissen, den Bergen, große feuchte Luftmassen stauen können – die Hauptzutat für Gewitter. So ist auch zu erklären, dass es im Süden Deutschlands mehr Gewitter gibt als im Norden.

Warum faszinieren uns Gewitter so?

Schon in der Bibel deuteten die Menschen Gewitter als Zorn Gottes oder als Strafe für ihre Sünden. Dass Blitze und Donner von der Thermik und Physik abhängen, wissen wir heute. Dennoch ist das Phänomen noch immer nicht komplett erforscht, Was passiert zwischen den Wolken? Kann man Blitze für die Stromversorgung einsetzen? Wie sieht es in einem Tornado aus? Es gibt noch viele offene Fragen – und wo Fragen offen sind und die Natur die Gewalt beherrscht, bleiben wir Menschen fasziniert.

Themen: Main-Taunus-Kreis Sommer Unwetter Gewitter Hitze

Weitere Videos zu diesem Thema