So verlief die Bomben-Entschärfung

Online seit: Montag, 04.09.2017
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Es war die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte Deutschlands: Rund 60.000 Menschen in Frankfurt mussten ihre Wohnungen verlassen, weil eine Weltkriegsbombe entschärft werden musste. Zum Glück ist alles gut gegangen. Simone Elbing berichtet über den Ausnahmezustand in Frankfurt und wie die Stadt wieder zum Alltag zurückkehrt.

Die Entschärfung in zeitlicher Abfolge

12.00 Uhr: Geplanter Beginn der Entschärfung.
14.30 Uhr: In der Sperrzone befindet sich niemand mehr – Die Entschärfung kann beginnen.

18.30 Uhr: Die Bombe wurde erfolgreich entschärft.
19.15 Uhr: Rückkehr in das Gebiet. Erst die Patienten, dann die Bewohner der Altenheime.
21.00 Uhr: Öffnung für Fußgänger, Radfahrer und für den öffentlichen Nahverkehr.
21.05 Uhr: Sperrung nun auch für Autofahrer aufgehoben.

Mehr zur Bombe
Die 1,8 Tonnen schwere Bombe war während Bauarbeiten am Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität entdeckt worden. Die Polizei schätzt die Sprengkraft auf rund 1,4 Tonnen. Für die Entschärfung der Luftmine vom Typ HC 4000 werden in Frankfurt voraussichtlich 70.000 Menschen evakuiert. Aktuell geht nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes keine Gefahr aus, so die Polizei und die Feuerwehr Frankfurt.

Die Bombenentschärfung gilt als die größte Evakuierung der Nachkriegszeit. Ende 2016 wurden in Aufsburg rund 54.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Mai 2017 mussten drei Fliegerbomben entschärft werden, knapp 50.000 Anwohner wurde umquartiert.

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