Pilze sammeln: Darauf müssen Sie achten

Online seit: Dienstag, 05.09.2017
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Das Wetter ist Anfang September ideal, um im Wald Pilze zu sammeln, aber natürlich kann man nicht jeden bedenkenlos essen. Vor knapp zwei Wochen hatte eine vierköpfige, syrische Flüchtlingsfamilie aus Frankfurt einen giftigen Knollenblätterpilz gegessen und schwebte in Lebensgefahr. Nun die gute Nachricht: Zwei von ihnen sind mittlerweile wieder zu Hause. Worauf sie beim Sammeln achten sollten, damit ihnen das nicht passiert, sagen Ihnen Verena Schmale und Jakob Paßlick.

Tipps zum Pilzesammeln
- Wichtig: Nur Pilze verzehren, die Sie zweifelsfrei als Speisepilz erkennen!

Wo kann man Pilze sammeln?
- Pilze bevorzugen feuchte Regionen. Besonders viele Pilze kann man im Wald sammeln
- Unter Birken oder Pappeln finden Sie bis in den November viele Pilzarten
- Zu den beliebtesten Pilzen gehören der Steinpilz, der Pfifferling und der Champignon
- Nach langen Regentagen faulen Pilze schneller, wegen des erhöhten Wassergehalts

Wie transportiere ich die Pilze am besten?
- Drehen Sie den Stiel vorsichtig aus dem Boden
- Reinigen Sie die Pilze von Erde und Ungeziefer
- Legen Sie die Pilze in einem Korb
- Vermeiden Sie den Transport in Plastiktüten oder Rucksäcken
- Lagern Sie die Pilze kühl bis zur Zubereitung

Geheimtipps für Fortgeschrittene:
Viele Pilze leben in enger Symbiose mit bestimmten Pflanzen. Halten Sie Ausschau nach Brennnesseln und Springkraut. Diese Pflanzen kennzeichnen nitratreiche Böden, perfekt für Pilze! Steinpilze wachsen gerne auf Eichen, Kiefern, Fichten und Buchen. Pilze wachsen über das ganze Jahr, nicht nur im Herbst. So können Sie auch Pilze im Frühling oder im Winter finden, wie etwa Schopftinglinge, Morcheln oder Maipilze.

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