2000 Jahre alter Pferdekopf: Römer-Highlight bald auf der Saalburg zu sehen

Am 31.07.2018 veröffentlicht

Nach jahrelangem juristischen Tauziehen wird ein bronzener Pferdekopf demnächst der Öffentlichkeit gezeigt. Ab 19. August wird der Kopf ein neues Highlight im Römerkastell Saalburg sein.

Im Jahr 2009 wird bei Grabungen in Waldgirmes, einem Ortsteil von Lahnau, ein bronzener Pferdekopf entdeckt. 15 Kilo ist er schwer und 59 Zentimeter lang - er soll 2000 Jahre alt sein. Er lag in einem Holzfass in elf Metern Tiefe. Dort war einst ein Brunnen im Zentrum einer alten römischen Siedlung. Die Überreste der Reiterstatue sind der Höhepunkt der jahrelangen archäologischen Erforschungen an dem Ort. In den Werkstätten des Landesamtes für Denkmalpflege wurde der Kopf für 75.000 Euro restauriert.

Bürgerfest zum Start der neuen Ausstellung

Am Sonntag, 19. August wird die neue Dauerausstellung auf der Saalburg mit einem Bürgerfest eröffnet. Weitere Informationen über die Ausstellungen und das Rahmenprogramm, die Eintrittspreise und Hinweise zur Anfahrt zur Saalburg im Taunus sind auf der Webseite der Saalburg zusammengefasst.

773.000 Euro für einen Landwirt

Vor Gericht hat sich das Land über Jahre mit einem Landwirten gestritten. Auf dessen Grundstück wurde der Pferdekopf gefunden. Nach dem damaligen Denkmalschutzgesetz hat der Eigentümer des Grundstücks ein Recht auf angemessene Entschädigung für den einstigen "Miteigentumsanteil" am Pferdekopf von 50 Prozent.

Vor dem Gericht in Limburg wurden dem Landwirten 773.000 Euro zugesprochen, die Hälfte des geschätztes Wertes des sensationellen Fundes. Das Land Hessen prüft, ob es gegen diese Entscheidung vorgehen will.

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