5 Fahrrad-Konzepte: Was Frankfurt von anderen Städten lernen kann

Am 19.04.2018 veröffentlicht

Viele Autos, Stau und Parkplatzmangel. Wer in Frankfurt wohnt oder schon einmal in Frankfurt war, kennt das nur zu gut. Obwohl man diese Probleme doch eigentlich ganz leicht aus der Welt schaffen könnte.

„Fahr Rad!“ - wie die neue Ausstellung im Frankfurter Architekturmuseum heißt - lautet die Lösung. Doch um bereit zu sein, sich in einer Großstadt täglich auf das Fahrrad zu schwingen, müssen auch die Umstände stimmen. Denn wer Fahrrad fährt, will sich auch sicher und wohl fühlen. Im Bereich Fahrradfreundlichkeit kann sich Frankfurt von vielen anderen Städten etwas abschauen. Wir haben 5 Konzepte zusammengefasst

1. Getrennte Straßen für Autos und Fahrräder

Ganz vorn auf der Liste der fahrradfreundlichsten Städte steht Kopenhagen. So gibt es hier beispielsweise eine Autobahnüberbrückung. Diese können Fahrradfahrer ganz leicht und ohne die Störung von Autos oder Personen überqueren können. In Kopenhagen wird außerdem darauf geachtet, dass jeder Neubau genügend Fahrradstellplätze zur Verfügung stellt.

2. Das Parkplatzproblem

In Frankfurt einen geeigneten Stellplatz für sein Fahrrad zu finden, kann oftmals zum Problem werden. Laternen oder Zäune müssen dann als Parkplatz herhalten. Alles nicht wirklich ideal. Hier hat Amsterdam die Nase vorn. Das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof – dem ersten Fahrradparkhaus der Welt – bietet Platz für 2.500 Fahrräder. Auch Utrecht in den Niederlanden und Malmö in Schweden bieten viel Platz für unsere geliebten Drahtesel.

3. Klein aber fein

Es gibt aber auch kleinere Gimmicks, die das Leben von Fahrradfahrern erleichtern können. Ein abgeschrägter Mülleimer zum Beispiel, der es Radfahrern erlaubt, im Fahren ihren Müll zu entsorgen. Oder eine leichte Erhöhung im Asphalt, auf der man bei einer roten Ampel seinen Fuß abstellen kann.  So hat beispielsweise Kopenhagen das Fahrradfahren in der Stadt erleichtert.

4. Langstreckenfahrt

Dass man beim Fahrradfahren keineswegs auf kurze Strecken, zum Beispiel zur Arbeit oder in den Supermarkt, limitiert ist, zeigt das Ruhrgebiet. Hier kann man bald auf einer Länge von über 100 Kilometern quer durch das ganze Ruhrgebiet radeln. 10 Städte werden dadurch verbunden.

5. Autos raus

Groningen löst das Fahrradproblem eher radikal. Hier wurden Autos regelrecht aus Teilen der Innenstadt verbannt. Und das Konzept funktioniert. Da die Umwege, die Autos durch die Regelungen zurücklegen müssen, so umständlich sind, werden mittlerweile 60% aller Fahrten mit dem Fahrrad zurückgelegt. Außerdem besitzt Groningen die sauberste Luft aller niederländischen Großstädte. Auch Oslo will Autos aus dem Stadtzentrum verbannen. Um das zu erreichen, sollen Parkplätze beseitigt und die Preise für die verbleibenden Plätze drastisch erhöht werden. Bis 2019 sollen sich so nur noch Fußgänger und Fahrradfahrer in der Innenstadt aufhalten.

Man sieht also: Es gibt genügend Varianten, eine Stadt fahrradfreundlicher und somit auch umweltfreundlicher zu gestalten. Man muss nur einfach damit anfangen. Und über weniger Stau, Lärm und Verkehrschaos wird sich jeder freuen.

 

Empfohlene Kanäle