Mit den acht Meter großen Buchstaben protestiert Greenpeace gegen den geplanten Bau der A49. Foto: Andreas Arnold/dpa

Riesige Botschaft: Greenpeace protestiert mit "Autobahn"-Schriftzug gegen A49

Die Proteste gegen den geplanten Bau der A49 gehen weiter: Aktivisten von Greenpeace haben jetzt am Wochenende einen riesigen Schriftzug auf einen Teilabschnitt der A49 im Schwalm-Eder-Kreis aufgebracht. Die acht Meter großen Buchstaben bilden das Wort "Autobahn" - das Wort "Auto" wurde mit einem roten X durchgestrichen. Der Streckenabschnitt ist noch nicht für den Verkehr freigegeben.

Nach Angaben von Greenpeace, hätten sechs Aktivisten den Schriftzug auf die Fahrbahn aufgebracht. "Statt das Land immer weiter mit umwelt- und klimaschädlichen Autobahnen zu durchziehen, muss die Bundesregierung konsequent in Alternativen wie die Bahn investieren", sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan.

Hintergrund:

Die A49 soll nach dem Lückenschluss Kassel und Gießen miteinander verbinden. Derzeit endet die Autobahn noch bei Neuental im Schwalm-Eder-Kreis. Gegen das Verkehrsprojekt, für das Bäume im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm sowie im nahe gelegenen Herrenwald gefällt werden sollen, wehren sich Umwelt- und Klimaschützer. Unter anderem hatten sich Organisationen wie Attac Deutschland, Robin Wood und Extinction Rebellion den Protesten angeschlossen.

Befürworter der A49 erhoffen sich nach Fertigstellung der Autobahn weniger Verkehrslärm in den umliegenden Dörfern, kürzere Wege für Pendler und eine bessere Anbindung für Unternehmen in der Region. Die Gegner halten das Projekt auch angesichts der Klima-Krise für überholt, da es der Verkehrswende entgegenstehe.

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