Achtung Zecken: Wie schütze ich mich vor Stichen?

Am 02.05.2018 veröffentlicht

Dieses Jahr wird eine besonders große Zeckenplage in Deutschland erwartet. Das Problem: Die Tiere übertragen die für den Menschen gefährlichen Krankheiten FSME und Borreliose. 

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und tritt mit den typischen Grippesymtomen auf. Bei einigen Menschen kann sie zu einer Entzündung der Hinrhaut führen und das wiederum kann tödlich enden. Gegen die FSME helfen keine Medikamente, es gibt aber eine Impfung, durch die das Risiko der Erkrankung verringert werden kann.

Zecken können außerdem Borreliose übertragen, diese Krankheit verläuft sehr unterschiedlich. Sie kann eine Rötung der Haut auslösen, sich aber auch auf das Nervensystem und verschiedene Organe auswirken. Folgen können Taubheitsgefühle, Herzrythmusstörungen oder Sehstörungen sein. Borreliose lässt sich gut mit Antibiotika bekämpfen, einen Impfstoff gibt es nicht.

Schutz vor Zeckenstichen

Um diese Krankheiten gar nicht erst zu bekommen, sollte man sich vor den blusaugenden Tieren schützen. Übrigens beißen die Tiere nicht, sondern sie stechen. So können Sie sich schützen:

  • Halten Sie sich möglichst nicht im hohen Gras oder im Unterholz auf. Im Wald ist die Gefahr abseits der befestigten Wege immer höher.
  • Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Hosen und langen Ärmeln. Ziehen Sie die Hosenbeine über die Socken, sodass die Zecken nicht in die Kleidung klettern können.
  • Tragen Sie helle Kleidung. So sehen Sie die Zecken im Idealfall noch bevor sie zubeißen können.
  • Nutzen Sie insektenabweisende Mittel. Die halten nicht nur Mücken - sondern auch Zecken - ab.
  • Suchen Sie ihren Körper nach Zecken ab, nachdem Sie in der Natur unterwegs waren. Wenn Sie eine finden, entfernen Sie sie schnell (beispielsweise mit einer Zeckenkarte). Der Erreger braucht mindestens 12 Stunden, um in den menschlichen Organismus übertragen zu werden. Falls Sie sich unsicher sind, suchen Sie einen Arzt auf.
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