Streit um sozialen Wohnungsbau: Per Unterschriftenaktion zu billigeren Wohnungen

Am 04.09.2018 veröffentlicht

Dass in Frankfurt ein erschwerter Wohnungsmarkt herrscht, ist allseits bekannt. Viele Menschen suchen Wohnraum, aber nur die wenigsten können sich welchen leisten. Dabei helfen oftmals Sozialwohnungen, damit Menschen mit kleinerem Einkommen, ebenfalls in der Mainmetropole leben können. Doch wie viele Sozialwohnungen braucht Frankfurt?

Ein Beispiel: An der Frankfurter Adickesallee sind 180 neue Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft ABG entstanden. 60 davon werden von der Stadt mitgetragen und gehören damit zum geförderten Wohnungsbau. Für viele Frankfurter reicht das aber noch lange nicht. Sie fordern, dass 100 Prozent von der Stadt mitgetragen werden.

Unterschriften werden gesammelt

Ab Juni 2020 soll die ABG, die komplett zur Stadt gehört, demnach nur noch geförderten Wohnraum für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen schaffen. Das ist aber nicht die einzige Maßnahme. Vielmehr sollen noch alle bestehenden Mieten auf maximal 6,50 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden. Grund zur Freude für die Mieter und genau dafür sammelt ein Bündnis, das auch aus Vertretern der Linken besteht, Unterschriften. Bei exakt 15.064 Unterschriften, also drei Prozent aller Wahlberechtigten, müsste sich das Frankfurter Stadtparlament mit den Forderungen befassen. 

Sozialwohnungen haben nicht nur Vorteile

Der hessische Mieterbund geht aber auf die Bremse und warnt auch vor enormen Risiken: "Das Problem könnte auch sein, dass dann Wohnungen in Frankfurt sich nur noch Leute leisten, die über sehr viel Geld verfügen, oder eben die Menschen, die Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben, aber der ganze Mittelstand bleibt außen vor", so Eva-Maria Winckelmann.

Der Wohnungsmarkt bleibt ein Kernthema in Frankfurt und dies dürfte sich für die nächsten Jahre nicht ändern. Ob das Bündnis Erfolg hat, bleibt, wie die richtige Herangehensweise, unklar. Klar ist aber, dass sie für ihr Recht kämpfen werden.

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