In Luxor und Kairo: Zwei Deutsche in Ägypten vermisst

Am 08.01.2019 veröffentlicht

In Ägypten wird dem Auswärtigen Amt zufolge nach dem Verschwinden eines jungen Mannes aus Gießen ein zweiter Deutscher vermisst. Die Deutsche Botschaft stehe in Kontakt mit den Behörden und bemühe sich in beiden Fällen mit Nachdruck um Aufklärung, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag in Berlin.

"Es geht dort um zwei verschiedene Fälle von deutschen Staatsangehörigen, die vermisst werden. Wir sind mit denen seit einigen Tagen befasst und wir nehmen beide Fälle sehr ernst", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Mit Blick auf das Wohl der Betroffenen könnten keine weiteren Angaben gemacht werden.

Junger Mann aus Gießen wollte Großvater besuchen

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich im ersten Fall um einen 18-Jährigen aus Gießen, der am 17. Dezember über Luxor in das Land einreisen wollte, um seinen Großvater in Kairo zu besuchen. Vor dem Weiterflug in die Hauptstadt brach der Kontakt ab, bestätigte sein Vater Mohamed El Sabbagh. "Er ist nicht angekommen. Mein Bruder hat (in Kairo) auf ihn gewartet." Unsere Reporterin Magdalena Suwak hat den verzweifelten Vater besucht.

Beide Männer haben doppelte Staatsbürgerschaft

"Es sind jetzt drei Wochen und es gibt keine Spur. Niemand weiß, ob er noch am Leben ist", sagte der Vater. Er geht davon aus, dass ägyptische Sicherheitskräfte seinen Sohn festgenommen haben und er seitdem in Gewahrsam ist. Gründe für eine mögliche Festnahme kennt er nicht. Sein Sohn, der wahrscheinlich mit seinem ägyptischen Pass einreisen wollte, habe nichts getan.

Im zweiten Fall geht es um einen 23-Jährigen aus Göttingen. Beide Männer haben Angehörigen zufolge eine deutsche Mutter und einen ägyptischen Vater und besitzen beide Staatsbürgerschaften.

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