Neues Bündnis?: Ampel-Parteien führten "konstruktives" Gespräch

Am 15.11.2018 veröffentlicht

Ist eine Ampelkoalition in Hessen möglich? Ein erstes Sondierungsgespräch von SPD, Grünen und FDP in Frankfurt sollte dies ausloten. Gesprächsbedarf besteht weiterhin.

Fünf Stunden lang haben die Spitzenpolitiker der drei Parteien ein mögliches Ampelbündnis erörtert. "Konzentriert" und "intensiv" sei gesprochen worden. SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel zeigte sich optimistisch: "Ich kann kein Thema erkennen, bei dem es nicht möglich ist, eine gemeinsame, tragfähige Position zu finden."

Grünen-Vorsitzender Kai Klose klang zeigte sich skeptischer, insbesondere in der Klimapolitik und Windenergie sehe mit der FDP "Rückschritte".

Von Gemeinsamkeiten und Trennendem sprach für die FDP deren Landesvorsitzender Stefan Ruppert: "Wir wollen nach wie vor ausloten, ob ein solches Bündnis möglich ist."

Weiteres Ampel-Gespräch

Weiteren Gesprächsbedarf sahen alle drei Parteien. Sie warten nun auf das amtliche Endergebnis der Hessenwahl vom 28. Oktober, das am Freitag in Wiesbaden bekannt gegeben werden soll. Möglicherweise verschieben sich dann noch die Mehrheitsverhältnisse aus dem vorläufigen Endergebnis.

Die Grünen waren danach nur sehr knapp vor der SPD zweitstärkste Kraft im Land. Die CDU blieb trotz deutlicher Verluste stärkste Partei in Hessen. Bei einer Koalition mit SPD und FDP könnten die Grünen dem vorläufigen Wahlergebnis zufolge das Amt des Regierungschefs für sich beanspruchen. Allerdings lehnen es die Liberalen bislang ab, unter diesen Voraussetzungen an einer Ampel-Koalition beteiligt zu sein.

Im Video oben sehen Sie, was Kai Klose von den Grünen, Stefan Ruppert von der FDP und Thorsten Schäfer-Gümbel von der SPD nach dem Gespräch mitgeteilt haben.

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