Auf der sicheren Seite: Wichtige Regeln für Radfahrer

Am 30.04.2018 veröffentlicht

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat viele Vorteile: Man bleibt nicht im Berufsverkehr stecken, bewegt sich an der frischen Luft und tut etwas für die eigene Fitness. Es gibt aber auch viele Regeln, die es zu beachten gilt. Welche das sind, und was passiert, wenn Sie dagegen verstoßen, erfahren Sie hier.

1) Fahrradwege sind Pflicht

Ist ein Fahrradweg vorhanden, müssen Sie ihn auch nutzen. Bei Verstoß ist ein Bußgeld ab 20 Euro fällig, bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer müssen Sie 30 Euro zahlen.

Auch auf die Richtung kommt es an: Befahren Sie den eingezeichneten Radweg in die falsche Richtung, können Sie mit einer Geldstrafe ab 20 Euro belangt werden. Gleiches gilt für das Befahren einer Einbahnstraße in nicht vorgeschriebener Fahrtrichtung.

2) Hände an den Lenker

Auch wenn freihändiges Fahren ganz entspannt aussieht - verboten ist es trotzdem. Wer ohne Hände am Lenker erwischt wird, darf 5 Euro zahlen.

3) Rot heißt rot

Wie auch beim Autofahren bedeutet eine rote Ampel, dass man anhalten muss. Tut das der Radfahrer nicht, ist er schnell um 60 Euro ärmer. Kommt es dadurch zu einem Unfall, verdoppelt sich der Betrag auf 120 Euro. War die Ampel bereits länger als eine Sekunde lang rot, erhöht sich die Strafe auf 100, bzw. 180 Euro.

4) Kopfhörer raus

Gemütlich durch die Stadt fahren, in den Ohren dröhnt Musik – ein No-Go. Wer sich durch Kopfhörer ablenken lässt und von seiner Umgebung nichts mehr mitbekommt, ist schnell um 15 Euro ärmer.

5) Don't drink and drive

Abends gemütlich im Biergarten sitzen und anschließend mit dem Rad nach Hause. Die Promillegrenze liegt für Fahrradfahrer deutlich höher als für Autofahrer. Dennoch gilt: Bei 1,6 Promille ist Schluss. Das Radfahren im betrunkenen Zustand ist keine Ordnungswidrigkeit aus dem Bußgeldkatalog, sondern eine Straftat und kann in Verbindung mit sogenannten Ausfallerscheinungen (zum Beispiel Schlangenlinien fahren) vor Gericht und/oder mit einer medizinisch-psychologische Untersuchung enden. Je nach Ergebnis kann dem Fahrer dann auch der Führerschein entzogen werden. 3 Punkte in Flensburg gibt es dann als Bonus obendrauf.

Wichtig: Bei einer auffälligen Fahrweise oder gar einem Unfall, kommt es bereits ab einem Wert von 0,3 Promille zur Strafanzeige. Es ist also empfehlenswert, beim Fahrradfahren die Promille im Auge zu behalten, und das Fahrrad bei Bedarf stehen zu lassen.

6) Nicht nebeneinander fahren

Grundsätzlich ist das Nebeneinanderfahren nicht verboten. Sobald aber andere Verkehrsteilnehmer behindert werden, wird schnell eine Ordnungswidrigkeit daraus. Das Bußgeld liegt ziwschen 20 und 30 Euro. 

In jedem Fall gilt: Ab 60 Euro Bußgeld kommt ein Punkt in Flensburg hinzu.

Im Bußgeldkatalog des ADFC finden Sie eine Übersicht über alle Verwarnungs- und Bußgelder für Radfahrer.

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