Azubis im Fokus: Klappe für Fachkräfte-Werbung

Am 05.04.2018 veröffentlicht

Eigentlich stehen Azubis selten so im Rampenlicht: Beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport steht der Nachwuchs nun vor den Filmkameras für eine Werbekampagne. So will das Unternehmen Fachkräfte locken - denn der Bedfarf ist groß, nicht nur dort.

Der Flughafen sucht händeringend junge Menschen wie Aron Schubert. Deshalb dreht das Marketing-Team mit dem 20-jährigen einen Werbespot. "Es war aufregend ein Interview zu führen, ein wenig nervös ist man dann schon", sagt der angehende Mechatroniker. Jonas Wiedemann muss als Zuständiger für das Personalmarketing am Flughafen reichlich Bewerber locken, was nicht einfach ist: "Wir bekommen den Fachkräftemangel deutlich zu spüren und wollen mit der Kampagne den Grundstein legen, um Technik-Kollegen zu rekrutieren."

Die Fraport will 1800 Mitarbeiter einstellen. Azubis wie Aron Schubert verdienen mit 900 Euro brutto im ersten Lehrjahr sogar überdurchschnittlich viel für die Branche.

Handwerk tut sich mit Bewerbern schwer

Die Konjunktur in Hessen brummt. Doch durch den Mangel an Fachkräften kommt es vielfach zu Verzögerungen, egal ob beim Hausbau, bei der Heizungsreparatur oder dem Einbau eines Badezimmers. Für Felix Rausch, Installateur bei M-Tec aus Frankfurt-Kalbach ist klar woran das liegt: "Das qualifizierte Fachpersonal ist einfach nicht zu finden, ich könnte zwei bis drei Leute einstellen. Viele machen Abitur und sollen studieren, darunter leiden wir Handwerksbetriebe."

Für die Betriebe wird es nach Angaben der Arbeitsagentur immer schwieriger, geeignete Leute zu finden. "Wir laufen auf eine Fachkräftelücke zu, die wir aus dem Bestand der Arbeitsagenturen und Jobcentern ohne weiteres nicht decken können", sagt Bettina Wolf, Geschäftsführerin der Regionaldirektion Hessen.

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