Wegen Doppelmordes 2010 verurteilt: Anja Darsow kämpft immer noch für die Unschuld ihres Ehemannes

Am 26.06.2020 veröffentlicht

"Stellen Sie sich vor Sie fahren mit Ihren 2 Kindern in den Osterurlaub in die Heimat, kommen wieder und erfahren, dass Ihre Nachbarn erschossen worden sind. Drei Monate später passiert das Unfassbare, Ihr Mann wird der Tat verdächtigt." So beschreibt Anja Darsow aus Babenhausen die Festnahme ihres Mannes Andreas vor über zehn Jahren. Weil der heute 50-Jährige im Jahre 2009 zwei Nachbarn ermordet haben soll, wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Seine Frau glaubt nach wie vor an die Unschuld ihres Ehemannes.

Laut Anja Darsow haben vordergründig zwei Indizien zur Verurteilung ihres Mannes geführt: Am Arbeitsrechner hat sich jemand eine Bauanleitung für einen Schalldämpfer angeschaut und ausgedruckt. Darüber hinaus wurden auf der Bundeswehrhose ihres Mannes Schmauchpartikel gefunden. Diese sollen wiederum der beim Mord verwendeten Munition nicht eindeutig zugewiesen worden sein. Auf einer eigens angelegten Homepage schildert Darsow die Geschehnisse aus ihrer Sicht und wirft der Justiz Versagen vor. Bis heute kämpft sie dafür, dass der Fall neu aufgearbeitet wird.

Unser Reporter Michael van Alst hat Anja Darsow getroffen. Was er dort erlebt hat, sehen Sie im Videobeitrag unseres Reporters Alexander Polte.

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