Mehr Besucher als erwartet: Positive Bilanz für 59. Hessentag

Am 17.06.2019 veröffentlicht

Stadt und Land haben eine positive Bilanz zu dem am Sonntag zu Ende gegangenen, zehntägigen Hessentag in Bad Hersfeld gezogen: Nach Angaben der hessischen Staatskanzlei wurden 862.000 Menschen in der osthessischen Kur- und Festspielstadt gezählt. Das sind 100.000 mehr als zuvor erwartet, denn die Kommune hatte im Vorfeld mit rund 700.000 Besuchern kalkuliert.

"Der Hessentag hat gehalten, was er versprochen hat. Er war faszinierend lebendig", lobte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Die Besucher hätten während der Festtage eine "wunderbare Atmosphäre" erlebt. Und Bouffier betonte: Der Hessentag habe nichts von seinem Ursprungsgedanken verloren. Er bringe Menschen zusammen. "Er unterhält, informiert und vereint Tradition, Gegenwart und Zukunft." Für ihn sei der Hessentag "ein Stück Heimat".

Bouffier: Hessentag kann bei Integration mithelfen

Der Hessentag wird seit 1961 gefeiert und ist Deutschlands ältestes Landesfest, das ursprünglich nach dem Zweiten Weltkrieg Neubürger und Einheimische vereinen sollte. Aber auch in der Gegenwart könne er bei der Integration mitwirken, sagte Bouffier der Deutschen Presse-Agentur: "Wir haben jetzt wieder viele Menschen, die in unser Land gekommen sind und hier heimisch werden sollen." Auch der Bad Hersfelder Bürgermeister zog eine positive Bilanz: Es sei "eine sehr erfolgreiche und friedliche Großveranstaltung" gewesen.

Festzug als krönender Abschluss

Zum Ende des 59. Hessentags erlebten die Besucher mit dem Festzug einen der letzten Höhepunkte. An der 2,1 Kilometer langen Strecke durch die Innenstadt standen die Zuschauer und applaudierten den Teilnehmer-Gruppen. Städte, Vereine und Institutionen präsentierten sich. Da auch viele Musik- und einige Karnevalsvereine dabei waren, hatte der Umzug etwas von Fastnacht. Als eine Bergmannskapelle vor der Ehrentribüne das Steigerlied spielte, erhoben sich auch zahlreiche Minister und Mitglieder der hessischen Landesregierung in der ersten Reihe und klatschten rhythmisch mit. Der Ministerpräsident griff auch mal selbst zum Taktstock und dirigierte ein Polizei-Orchester. 

Konzerte und Partys lockten Besucher

Zuschauer-Magneten waren während des Hessentags die Konzerte. Zu den Highlights zählten die Auftritte von Silbermond, Roland Kaiser, ZZ Top, die Kelly Family und FFH Just White, einer Party ganz in weiß. Am Sonntagabend setzte Rea Garvey mit seinem Abschlusskonzert noch ein letztes Ausrufezeichen hinter einen gelungenen Hessentag. In der 15 000 Zuschauer fassenden Arena im Jahnpark brachte er die 11.000 Fans in Stimmung

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