Foto: Fritz Demel

Nach Brand auf Gestüt Erlenhof: Tierschutzorganisation PETA erstattet Strafanzeige

Zwei Wochen ist es jetzt her, dass fünf Pferde bei einem Stallbrand auf dem Gestüt Erlenhof in Bad Homburg ums Leben gekommen sind. Die Reithalle brannte ab, die Tiere konnten nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Wir berichteten bereits von dem Brand. Jetzt hat die Tierschutzorganisation PETA Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt erstattet.

Der Vorwurf von PETA: möglicherweise hätten die Tierhalter angesichts "unzureichender Brandschutzmaßnahmen" billigend in Kauf genommen, dass die Pferde bei einem Feuer "qualvoll ersticken" oder "bei vollem Bewusstsein verbrennen". Laut Lisa Kainz, PETA-Fachreferentin, würde der Brandschutz bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Da sie Tiere teilweise in Boxen gehalten werden, sei es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten. Die PETA hat bereits des Öfteren Tierhalter aus besagten Gründen angezeigt.

Hintergrund:

Das Gestüt Erlenhof im Taunus ist ein Renn- und Zuchtstall mit langer Tradition und wertvollen Tieren. Es gibt eine Vollblutzucht und einen Dressurstall. Ein erfolgreicher Reiter ist Sönke Rothenberger, der mit Pferd Cosmo unter anderem bei den Olympischen Spielen in der Mannschaft eine Goldmedaille für Deutschland holte. Cosmo sei bei dem Feuer unverletzt geblieben, hieß es vom Gestüt.

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