Früher Standard, heute Seltenheit: Milch in Glasflaschen

Am 14.05.2019 veröffentlicht

Früher Standard, heute Seltenheit: Die Milch aus der Glasflasche. Mittlerweile wird 95 Prozent der Milch  in Kartons verkauft, rund neun Milliarden Stück werden jährlich davon produziert - etwa 100 pro Bundesbürger. Wie in der Molkerei Schwälbchen in Bad Schwalbach füllen die meisten Betriebe nur noch in Kartons ab, von der Mehrweg-Flasche ist man schon lange weg.

"Der Karton hat den Vorteil, dass er sehr leicht zu transportieren ist, dass er komplett recycelfähig ist und im Falle unseres Unternehmens komplett aus nachwachsenden Rohstoffen besteht.", erzählt uns der Geschäftsführer Günter Berz-List von Schwälbchen.

Welche Nachteile gibt es?

Milch kann aber nur ein Mal in den Karton gefüllt werden und Recycling ist nur dann möglich, wenn die gebrauchte Verpackung im Gelben Sack landet. Anders bei der Mehrwegflasche: Sie besteht lediglich aus Glas und ist bis zu fünfzig Mal wiederverwertbar - ein Pluspunkt in der Ökobilanz. Der Energiebedarf für die Glasproduktion und die Reinigung ist aber höher. Außerdem ist Glas wesentlich schwerer als Plastik oder Karton, beim Transport wird somit mehr Benzin verbraucht.

Unser Reporter Andreas Schopf hat für Sie mit einem Nachhaltigkeitsforscher gesprochen und für Sie die beste Wahl zusammengefasst.

 

 

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