Kilometerlange Umwege: Bahn sperrt Fußgängerbrücke in Bebra-Weiterode

Am 26.02.2019 veröffentlicht

Die Passanten in Bebra-Weiterode haben ein Problem: Seit kurzer Zeit können sie nicht mehr die Fußgängerbrücke über den Bahnschienen überqueren, die bislang den Ort miteinander verbunden hat. Die Deutsche Bahn als Eigentümer der Brücke hat sie vorsorglich gesperrt, da sie marode ist und die Sicherheit der Fußgänger nicht gewährleisten kann. Passanten müssen kilometerlange Umwege in Kauf nehmen. Ein Streit zwischen der Stadt, den Bürgern und der Bahn ist entbrannt.

Die marode Fußgängerbrücke wurde von der Bahn aus dem Verkehr gezogen – und das, ohne der Stadt oder den Menschen hier Bescheid zu geben. Für die Bahn sind die Sperrung und der Abriss bereits beschlossene Sache. Schließlich sei die Brücke in keinem Wegekonzept berücksichtigt. Somit muss sich die Bahn auch der Verantwortung nicht stellen.

Bislang verband die Brücke die beiden Weiteröder Wohngebiete Bebraer Höhe und Eichbach miteinander. Seit Mitte Februar ist sie mit Gittern und einem "Durchgang verboten" Schild gesperrt.

Was bedeutet das für Weiterode?

Sollte sich die Brücke nicht kostengünstig reparieren lassen, müsste die Stadt Bebra sie wohl selbst abreißen und neu bauen. Allein für den Abriss rechnet die Bahn mit Kosten von etwa 150 Tausend Euro. Unsere Reporterin Marie von Berlepsch hat mit den Betroffenen gesprochen.

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