Belastung durch A49-Einsätze: GdP: Castor-Transport absagen

Am 17.10.2020 veröffentlicht

Die Polizeigewerkschaften in Deutschland fordern, den geplanten Castor-Transport von der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield ins südhessische Zwischenlager Biblis abzusagen.

"Die Proteste im Dannenrölder Forst gegen die A49 bündeln gerade sehr viele Einsatzkräfte", sagt Jens Mohrherr von der Gewerkschaft der Polizei, "wir halten es für unverantwortlich, zwei Großlagen parallel zu haben."

GdP-Bundes-Vize Jörg Radeck nennt auch den Corona-Schutz als Grund für die Absage-Forderung: "Wenn nun von der Polizei erwartet wird, dass sie die Corona-Auflagen und den Gesundheitsschutz stärker durchsetzen soll, dann ist es aus unserer Sicht nicht vereinbar, dass Anfang November ein Nukleartransport von der Polizei quer durch Deutschland begleitet werden soll."

Atomkraftgegner rechnen damit, dass der Transport etwa Anfang November im Hafen im niedersächsischen Nordenham ankommen wird und dann über Göttingen durch Hessen nach Biblis kommt. Umweltaktivisten haben Proteste angekündigt.

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