Borkenkäfer-Plage: Schlimmster Befall seit 30 Jahren

Am 27.02.2019 veröffentlicht

Kleiner Käfer - großer Schaden. Der Borkenkäfer ist auf dem Vormasch in den  hessischen Wäldern. 900.000 Kubikmeter Holz sind nach der Trocken- und Hitze-Periode von dem Schädling befallen. Das hat fatale Folgen für den Baumbestand. Die Situation ist so schlimm, wie seit 30 Jahren nicht mehr. 

Im vergangenen Jahr war es viel zu trocken - das hat den hessischen Wäldern nicht gut getan. Die Böden leiden alle unter einem starkem Wasserdefizit. Neben dem fehlenden Wasser, macht aber vor allem der Borkenkäfer, welcher sich durch die starke Trockenheit immer weiter ausbreitet, den Wäldern zu schaffen. 900.000 Kubikmeter Holz sind bereits betroffen. 

Das Insekt befällt hauptsächlich Fichten. Bei milden 18-20 Grad schwärmen die Schädlinge im Frühling aus und legen ihre Eier ab. Bei Trockenheit und Hitze dauert es nur 30 Tage bis sich das Ei zum Käfer entwickelt. Danach bahnen sie sich ihren Weg aus der Rinde oder dem Bodenstreu und befallen den Baum. Am schlimmsten wird es Mittelhessen treffen, dort wird die Fichte in großen Teilen absterben, ähnlich schlecht sieht es auch im Ried sowie Südosten und Nordosten der Wetterau aus.

Hessenforst will das Ausbreiten der Borkenkäfer mit allen Mitteln verhindern. "Nötig wären mehrere Wochen Regen, damit die Bäume ausreichend Harz bilden können, um den Käfer bei Befall damit zu ertränken", erklärt Petra Westphal. Doch die Natur lässt sich eben nur schwer bestimmen. Unsere Reporterin Marie von Berlepsch berichtet über den Schädling.

Empfohlene Kanäle