Teuer und bequem: "Convenience-Food" erfreut sich steigender Beliebtheit

Am 04.12.2018 veröffentlicht

Viele Verbraucher wollen ihr Obst am liebsten portioniert, geschält und aufwendig wieder verpackt. Das spart zwar Zeit – kostet in der Regel aber auch mehr Geld. Für den Einzelhandel ist das ein lukratives Geschäft. Die Quittung dafür trägt das Portemonnaie der Kunden und nicht zuletzt die Umwelt.

Wenig Verständnis für diesen Trend hat der Bürgermeister Dieter Henkelmann aus dem nordhessischen Breuna. Hier hängen die Bäume voller reifer Bio-Äpfel, die legal und kostenlos geerntet werden dürften – leider gibt es dafür keine Nachfrage. Die Äpfel faulen.

5,8 Milliarden Euro Gesamtumsatz generiert sogenanntes Convenience Food Jahr für Jahr. "Für den Lebensmittelhandel ist es deswegen interessant, weil die Preisbereitschaft wesentlich höher ist. Man ist weniger preissensibel bei diesen Produkten, weil sie das Leben einfacher machen", sagt Handelsexperte Jörg Funder.

Auch Ernährungsexpertin Mona Pulev sieht die Verarbeitung von Obst und Gemüse kritisch. Durch die Plastikverpackungen entstehe Luftfeuchtigkeit und Wärme, die wiederum einen Nährboden für Krankheitserreger schaffen.

 

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