Zecken-Zeit: Wie man sich schützen kann

Am 01.08.2019 veröffentlicht

Abends oder am Wochenende im Biergarten sitzen und ein kühles Bier genießen - das machen mit Sicherheit viele Hessen, vor allem im Sommer, gerne. Aber Vorsicht: In den Büschen oder neben den Bierbänken verstecken sich oft Zecken. Biologe Olaf Kahl hat nach ihnen gesucht und gibt uns im Gespräch Tipps zum Schutz vor den Blutsaugern.

Mit einem Flanelltuch bewaffnet sucht Olaf Kahl einen Biergarten in Büdingen ab. Mit dem Tuch übt er einen Wirtsreiz aus und die Zecken greifen zu; an unserem Drehtag sind es zwar nicht ganz so viele, doch einige fasst er trotzdem. Wird man von einer Zecke gebissen, ist es wichtig, diese so schnell wie mögloch zu entfernen: "Wie man sie entfernt ist völlig egal. Man liest immer wieder: Bloß nicht quetschen, bloß kein Öl anwenden, all solche Sachen, aber es gibt keine Publikation, die das stützen würde. Von daher kann man die Zecke auch mit spitzen Fingernägeln entfernen", erklärt der Experte. 

Zecken fallen nicht von Bäumen

Die Idee, dass Zecken von Bäumen fallen, ist sicher in vielen Köpfen verankert. Aber: "Sie können nicht fliegen und sie wollen kleinere Tiere, Augen haben sie auch nicht. Wozu sollen sie sich herunterfallen lassen? Das ist ein Märchen", klärt uns Olaf Kahl auf.

Wie schützt man sich vor Zecken?

Laut Experte sollte man lange, helle Kleidung tragen, sich nach dem Besuch im Biergarten gründlich absuchen und duschen. Von Zecken befallene Kleidung sollte bei 60 Grad gewaschen werden. Außerdem kann das Einsprühen mit Repellents Zecken auf Abstand halten. Und: Eine Impfung kann vor FSME (Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems) schützen. Kinder können bereits ab dem Alter von einem Jahr geimpft werden.

Übrigens: Ob Sie in einem Zecken-/FSME-Risikogebiet leben, können Sie hier prüfen.

Unsere Reporterin Victoria Enzenauer und unser Reporter Lucas Reichmann waren mit Olaf Kahl im Biergarten unterwegs.

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