"Absolut unangemessene Gehälter": AWO-Spitze rügt Kreisverband

Am 17.12.2019 veröffentlicht

Nach einer ersten zwei Tage langen Prüfung beim Frankfurter Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt zeigen sich Vertreter des Awo-Bundesverbands entsetzt über das Treiben in der Frankfurter Führungsspitze.

"Das schadet der Awo in ganz Deutschland", sagt Präsident Wilhelm Schmidt zu den Berichten über überhöhte Gehälter und luxuriöse Dienstwagen bei einzelnen Mitarbeitern. Er sprach von "Verfehlungen, die wir nicht hinnehmen können." Geld, das womöglich veruntreut worden sei, wolle der Bundesverband "bis zum letzten Cent" zurückholen. Zudem habe der zuständige Bezirksverband bei der Aufsicht versagt.

Kreisverband rückt nicht alle Unterlagen raus

Zwei Tage lang hatten Prüfer mit dem Präsidium und Mitarbeitern des Frankfurter Kreisverbands gesprochen. Da nicht alle Unterlagen geliefert worden seien, habe bisher aber noch nicht alles geprüft werden können. Es seien allerdings schon jetzt Verstöße festgestellt worden, insbesondere bei den Verträgen von Mitarbeitern. 

Wolfgang Stadler, der Vorstandsvorsitzende des Awo-Bundesverbandes, rügt den nur zögerlichen Aufklärungswillen beim Frankfurter Kreisverband. Er kritisierte "absolut unangemessene" Gehaltszahlungen für Führungskräfte des Frankfurter Verbands. Der Bundesverband werde sehr deutlich und konsequent für Aufklärung der Vorgänge sorgen.

Empfohlene Kanäle