Busfahrer-Streik geht weiter: Busse bleiben auch am Mittwoch im Depot

Am 18.11.2019 veröffentlicht

Zweite Runde für den Busfahrer-Streik in Hessen: Morgen (Mittwoch) werde der Ausstand "auf jeden Fall" fortgesetzt, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel der Deutschen Presse-Agentur heute in Frankfurt. Die Gewerkschaft warte weiterhin auf ein besseres Angebot der Arbeitgeber.

Nachdem in der vergangenen Woche die Tarifverhandlungen für private Busunternehmen gescheitert sind, hat die Gewerkschaft Verdi unbefristete Arbeitsniederlegungen der Busfahrer in dieser Woche angekündigt. Der Streik hat am Dienstagmorgen um 2.30 Uhr begonnen.

Eine Liste der aktuellen Ausfälle gibt es auf der RMV-Homepage

Nachdem die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer für gescheitert erklärt hatte, wurde zunächst auch ein Streikbeginn bereits ab Montag nicht ausgeschlossen. Mit Rücksicht auf zahlreiche Schulkinder entschied man sich jedoch dagegen und beginnt mit der Arbeitsniederlegung nun ab dem frühen Dienstagmorgen. Betroffen von den Fahrtausfällen sind Verdi zufolge Kommunen im gesamten Bundesland. Auch in den Städten Frankfurt, Hanau, Fulda und Offenbach wird gestreikt.

Starke Auswirkungen

Diesesmal dürften die Arbeitsniederlegungen noch weitreichendere Auswirkungen als bisher haben, da nun auch die Fahrer kleinerer Unternehmen aufgerufen sind, nicht zu fahren. Anfang des Monats legten bereits rund 3.000 Busfahrer die Arbeit in größeren hessischen Städten nieder. Nun stimmten 99 Prozent der teilnehmenden Busfahrer für einen unbefristeten Streik.

3,10 Euro mehr Lohn

Verdi will für die privaten Busfahrer Lohnsteigerungen und mehr bezahlte Pausen und Urlaub erreichen. Den Vorstellungen der Gewerkschaft nach soll das Gehalt von 13,50 Euro auf 16,60 Euro in der Stunde erhöht werden.

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