Busse bleiben stehen: Streiks auch am Montag

Am 22.11.2019 veröffentlicht

Im Nahverkehr brauchen die Hessen weiter viel Geduld: Die Fahrer privater Busunternehmer in Hessen werden ihren Streik auch in der neuen Woche fortsetzen.

Seit fast einer Woche muss Kathrin Girlach ihre Tochter jeden Tag von der Schule abholen - denn in Fulda fährt kein einziger Bus. "Man hat schon mal Angst, dass man überhaupt keinen Parkplatz bekommt, weil man mächte natürlich nicht in der zweiten Reihe stehen. Da habe ich schon Herzklopfen, wie es dann jeden Tag läuft beim Holen", erklärt sie uns im Interview.

Neuer Vorschlag wurde am Montag geprüft

Am Montag werden die unbefristeten Streiks von Fahrern privater Busunternehmen unter anderem in Frankfurt, Kassel, Fulda und Hanau fortgesetzt, auch wenn ein neues Arbeitgeberangebot auf dem Tisch liegt.

In den festgefahrenen Tarifkonflikt der privaten Busbranche mit tausenden streikenden Fahrern war am Sonntag Bewegung gekommen: Die Arbeitgeberseite hatte schriftlich einen neuen Vorschlag unterbreitet, teilte die Gewerkschaft Verdi am Sonntag mit. Das Angebot werde am Montag geprüft. Laut Medieninformationen habe Verdi dieses aber am Nachmittag abgelehnt, sodass der Streik auch morgen weitergeht.

Endlos-Streik seit Dienstag

Seit Dienstag streiken die Busfahrer für Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. Verdi fordert für die rund 4400 privaten Busfahrer unter anderem die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) hatte sein Angebot nachgebessert, was Verdi aber nicht genügte.

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