Schmieren, schaben und kratzen: So sieht der Alltag eines Clay Modellers aus

Am 24.09.2019 veröffentlicht

Die IAA lockt gerade wieder viele Menschen auf das Frankfurter Messegelände. Neue Modelle und Innovationen rund ums Auto werden dort präsentiert. Bis es aber soweit ist und neue Fahrzeuge auf der Straße rollen, vergeht viel Zeit. Und in dieser Zeit ist Clay Modeller Andreas Feußner gefragt.

Eigentlich ist er gelernter Tischler. Jetzt ist er Clay Modeller, ein eigenständiger Beruf in der Automobil-Branche. Seit zehn Jahren schabt, kratz und schmiert er nun an den verschiedensten Modellen zukünftiger Autos. Diese bestehen aber nicht etwa aus Metall und Lack, sondern aus einem speziellen Ton und verschiedenen Folien. International wird der Ton "Clay" genannt, auch bekannt als Industrieplastilin.

Diese Art der Modellierung von Autos sei noch immer die einfachste, um den Designern ein möglichst gutes Abbild vom aktuellen Stand ihrer Konstruktionen zu geben. Immer wieder aufkommende neue Anregungen und Wünsche seitens der Konstrukteure können so schnell und dreidimensional veranschaulicht werden.

Zwei bis drei Jahre dauert es dann, bis ein Auto, an dem Andreas Feußner arbeitet, tatsächlich auf der Straße landet. "Leidenschaft und viel Geduld muss man mitbringen, man muss dranbleiben. Es ist nicht leicht zu lernen", erklärt er uns im Interview.

Im Videobeitrag von Michael van Alst können Sie Andreas Feußner über die Schulter schauen.

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