Keine Banken-Hochzeit: Deutsche Bank und Commerzbank werden nicht fusionieren

Am 25.04.2019 veröffentlicht

Etwas mehr als einen Monat ist es nun her, dass die beiden größten Privatbanken Deutschlands die Möglichkeit eines Zusammenschlusses öffentlich machten. Am Ende überwogen dann doch die Bedenken. Die Deutsche Bank und die Commerzbank werden nicht fusionieren, das teilten die Institute am Donnerstag mit.

Gespräche über einen Zusammenschluss seien ergebnislos beendet worden, die Vorstände kamen zu dem Ergebnis, dass eine Bankenfusion „keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde“. Besonders abschreckend wirkten die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit solch einer Zusammenlegung einhergingen.

Für viele Arbeitnehmer ist das eine gute Nachricht: Glaubt man der Gewerkschaft Verdi, so seien mit dem Zusammenschluss 30.000 Jobs in Gefahr gewesen.  Auch die Finanzpolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Janine Wissler, stand den Plänen kritisch gegenüber: „Wir brauchen weniger Zockerbuden“, sagte sie damals zu den Fusions-Plänen.

Befürworter hingegen glaubten daran, dass die Fusion die Banken weltweit hätte stärken können. Führende Politiker wünschen sich schon lange einen „nationalen Champion“ auf dem deutschen Bankenmarkt. Dazu wird es wohl vorerst nicht kommen.

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