Corona in Hessen: Main-Kinzig-Kreis verschärft Maßnahmen

Am 24.08.2020 veröffentlicht

Knapp 15.000 Corona-Fälle sind bisher seit dem 11. März 2020 in Hessen registriert worden. Und derzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder auffällig - laut Lagebericht des Robert-Koch-Instituts liegt das Bundesland mit an der Spitze der Fallzahlen in Deutschland. Drei hessische Städte (Offenbach, Wiesbaden und Frankfurt) sowie der Kreis Groß-Gerau platzieren sich in den Top 10 der derzeitigen Corona-Hotspots. Nach stark steigenden Zahlen in Hanau hat der Main-Kinzig-Kreis neue Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erlassen.

Laut Ministerium liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit in Wiesbaden bei 35,2, in Frankfurt bei 30,5 und im Kreis Groß-Gerau bei 29,5. Das Ministerium erklärte, dass durch die tägliche und damit sehr zeitnahe Veröffentlichung der aktuellen Fallzahlen nicht auszuschließen sei, dass Zahlen nachträglich wieder korrigiert werden müssen. Eine von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50.

 

Offenbach landesweiter Spitzenreiter bei Neu-Infektionen

Einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stellte die Stadt Offenbach fest. Nach Angaben der Stadt lag diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Sonntag bei 55,1 Fällen. Die Stadt hatte wegen der Überschreitung der kritischen Schwelle von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie verschärft. So gelten in Offenbach nun strengere Kontaktbeschränkungen und eine nächtliche Sperrstunde für die Gastronomie.

 

Main-Kinzig-Kreis verschärft Maßnahmen

Auch Hanau hatte einen sprunghaften Anstieg der Zahl der Neuinfektionen gemeldet, die mittlerweile bei 63,6 pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liege. Die Stadt mit zuletzt knapp unter 100.000 Einwohnern gehört zum Main-Kinzig-Kreis. An diesem Montag wurden daher Maßnahmen erlassen, um die Covid-19-Pandemie einzudämmen. Das betrifft Veranstaltungen, private Treffen, Frezeitbeschäftigungen sowie den Schulbereich. Die Maßnahmen seien zunächst auf vier Wochen und die Städte Bruchköbel, Erlensee, Hanau, Maintal, Neuberg und Nidderau begrenzt.

Die Maßnahmen im Main-Kinzig-Kreis im Überblick:

  • Veranstaltungen unter freiem Himmel werden auf 100 Personen begrenzt
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden auf 50 Personen begrenzt
  • Treffen von Gruppen in der Öffentlichkeit und in Restaurants werden auf 5 Personen oder zwei Haushalte beschränkt
  • Treffen von Gruppen im privaten Umfeld und Vereinsveranstaltungen werden auf 20 Personen beschränkt
  • Maskenpflicht gilt beim Betreten und Verlassen von Lokalitäten, Gaststätten und Übernachtungsbetrieben
  • Sperrzeit für alle Bars, Kneipen und Restaurants von 24 bis 8 Uhr
  • öffentliche Verhaltensweisen wie Grillen oder Picknicken sind untersagt
  • präventive Maskenpflicht bei der Religionsausübung
  • präventive Maskenpflicht für alle im Unterricht sowie zusätzlich auch bei Ganztagsangeboten an den weiterführenden Schulen in Kommunen mit einer Inzidenz von über 20
  • Empfehlung zur freiwilligen Umsetzung der Maskenpflicht an allen weiterführenden Schulen in den anderen Kommunen des Altkreises Hanau, zusätzlich auch bei den jeweiligen Ganztagsangeboten
  • kein praktischer Sportunterricht in allen Schulen
  • bei außerschulischen Bildungsangeboten und der Ausbildung hat der Unterricht mit 1,50 Metern Abstand zu erfolgen – wenn dies nicht sichergestellt ist, herrscht Maskenpflicht
  • Sportbetrieb im Trainings- und Wettkampfbetrieb ist eingeschränkt, kontaktfrei darf er mit mindestens 1,50 Metern Abstand - und mit bis zu höchstens 10 Personen – ausgeübt werden
  • Empfehlung, Vereins- und Versammlungsräume zu schließen und Umkleide(n), Spinde und sanitäre Anlagen nur unter der Hygieneempfehlung des Robert-Koch-Instituts zu öffnen; der Zutritt zu Sportstätten soll unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgen
  • Spielbetrieb im Wettkampfsport wird ausgesetzt, was auch heißt, dass Vereine aus diesen Städten und Gemeinden nicht an Wettkämpfen teilnehmen
  • Besucherzahl in Schwimmbädern muss durch den Betreiber weitergehend beschränkt werden
  • Einschränkungen der Besuche in Alten- und Pflegeheimen sowie weiterer Einrichtungen dieser Art

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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