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Einschränkung des Bewegungsradius: Was trotzdem erlaubt ist - und was nicht

Bei der gestrigen Beratung von Bund und Ländern zu den neuen Corona-Beschränkungen und der Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar 2021, kam mit der Einführung eines 15-Kilometer Bewegungsradius für die meisten Bundesländer eine gänzlich neue Verordnung.

Ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 200 oder mehr, dürfen Bürger einen 15 Kilometer-Radius um ihren Wohnort nur noch aus „triftigem“ Grund verlassen. Aber was genau bedeutet das? Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) klärt auf.


Einschränkung der Bewegungsfreiheit zielt auf Ausflüge ab
Laut Volker Bouffier gehe es bei der Einschränkung der Bewegungsfreiheit in erster Linie darum, das Freizeitverhalten und damit Tagesausflüge einzuschränken. Insbesondere am vergangenen Wochenende sorgte das enorme Treiben in Wintersportgebieten für Unmut in der Politik und der Bevölkerung. Es folgten Sperren und erhöhte Polizeipräsenz. Infektionsherde wie diese möchte man mit der neuen Regelung in Corona-Hotspots präventiv umgehen. Allzu groß sollen die Einschränkungen durch den 15-Kilometer-Bewegungsradius aber nicht werden.


Aus welchen "triftigen" Gründen man den Radius verlassen darf
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bemühte sich, die Einschränkung der Bewegungsfreiheit anhand konkreter Beispiele einzuordnen. Kinder, die weiter als 15 Kilometer vom anderen Elternteil entfernt wohnten, dürften selbstverständlich auch weiterhin besucht werden. Der Weg zur Arbeit dürfe ebenfalls niemandem verboten werden und auch die Teilnahme an Gottesdiensten und Demonstrationen wird niemandem verwehrt bleiben – auch Arztbesuche sind weiterhin möglich. Laut Bouffier soll der Bewegungsradius „eine überschaubare Wirkung haben“. 

Stand 06.01.2021 haben nur zwei Landkreise die Inzidenz von 200 überschritten: Kreis Gießen (282,2) und Kreis Limburg-Weilburg (244,3). Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie zusammengefasst in unserem Corona-Ticker.

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