Großveranstaltungen abgesagt: Virus trifft Event-Branche

Am 09.03.2020 veröffentlicht

Großveranstaltungen sollten abgesagt werden! Dazu hat am Wochenende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geraten. Große Messen und einige Konzerte finden im Rhein-Main-Gebiet zum Beispiel nicht wie geplant statt, damit das Coronavirus sich nicht weiter ausbreiten kann - diese Maßnahmen sind für viele Unternehmen jetzt schon existenzbedrohend. Unser Reporter Benjamin Holler berichtet.

Zu den Großveranstaltungen gehören auch Fußballspiele. Wie Eintracht Frankfurt das handhaben wird, ist noch nicht klar. Trotzdem die Schweiz alle Ligaspiele abgesagt hat, geht die Eintracht aktuell von der Austragung der Europa-League-Partie am 19. März in Basel aus. Der Verein ist sich jedoch unsicher, ob Fans in den Rängen sitzen oder die Ränge leer bleiben. "Wir planen mit beiden Szenarien", sagte Jan Strasheim, Sprecher von Eintracht Frankfurt, der Deutschen Pressagentur.

Aktuelle Coronavirus-Meldungen aus Hessen

Am Abend des 8. März wurden vom Gesundheitsministerium 21 bestätigte Corona-Virusinfizierte gemeldet. Der neuste Fall ist eine Frau aus Kassel, die unter häuslicher Quarantäne steht. 

Klassenfahrten in Risikogebiete abgesagt

Bis zum 30. April sollen auf Anweisung des Wiesbadener Kultusministeriums keine Klassenfahrten in Risikogebiete des Coronavirus stattfinden. Unter diese Gebiete fallen laut Robert-Koch-Institut u.a. die italienische Provinz Bozen in Südtirol und die Emilia-Romagna sowie verschiedene Regionen in China, im Iran und in Südkorea. Vor Reisen in Nichtrisikogebiete sollten die Schulen die Gesundheitsämter kontaktieren. Die Stornierungskosten bei Risiko-Absagen übernehme das Land Hessen. 

Lahnauer Schüler weiter in häuslicher Quarantäne

Die Schüler und alle Beteiligten der Lahntalschule in Lahnau, die vergangenen Freitag von einer Skifreizeit im Riskogebiet Südtirol zurückgekehrt waren, bleiben weiterhin vorsorglich in Quarantäne. Die Tests auf Sars-CoV-2 waren zwar bisher negativ verlaufen, aber der Kreis empfahl auch allen Menschen, die in derselben Wohnung oder im selben Haus wohnen und in sensiblen Bereichen arbeiten, sich mit ihrem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen.

EZB probt den Ernstfall

Die rund 3.700 Beschäftigten der Europäischen Zentralbank in Frankfurt arbeiten am heutigen Montag (9. März 2020) im Homeoffice. Mit dem Test überprüft die EZB ihren Notfallplan, der bei einer Infizierung von Mitarbeiten mit dem Coronavirus in Kraft treten würde. Dabei soll vor allem die IT-Infrakstruktur getestet werden.

Lufthansa streicht bis zu 50 Prozent der Flüge

Die Lufthansa Group (u.a. Lufthansa, Eurowings) hat entschieden, ihre Flüge massiv zu reduzieren. Auch der Flughafen Frankfurt ist betroffen. Kunden sollten sich im Vorfeld auf der Homepage der Fluggesellschaft informieren.

 

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