Aktuelles zu Corona: Rund 1000 Verstöße gegen Corona-Regeln +++ Bouffier: "Wir sind auf dem richtigen Weg"

Aktuelle Meldungen rund um die Auswirkungen des Corona-Virus in und auf Hessen lesen Sie in unserem Ticker. 

  • Gehaltsverzicht und Kurzarbeit bei Eintracht Frankfurt
    (09.04. 17:07)

Wegen der schwerwiegenden finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise hat nun auch Eintracht Frankfurt ein umfassendes Maßnahmepaket zur wirtschaftlichen Konsolidierung verabschiedet. Der Vorstand, die Lizenzspieler, die sportliche Leitung, das Trainerteam und die Bereichsleiter des hessischen Fußball-Bundesligisten verzichten für drei Monate auf 20 Prozent ihres Gehaltes, teilte der Verein am Donnerstag mit. Ebenso werden die bezahlten Präsidiumsmitglieder, die Geschäftsführung sowie die Leitung des Leistungszentrums auf Gehaltsbestandteile in gleicher Höhe verzichten. Darüber hinaus wird etwa ein Drittel der Beschäftigten der Fußball-AG und des e.V. in Kurzarbeit gehen. Zudem verzichtet die weitere Belegschaft freiwillig auf Gehalt. Dank dieser Maßnahmen könne laut Finanzvorstand Oliver Frankenbach eine kurzfristige Finanzlücke von mindestens 15 Millionen Euro annähernd geschlossen werden.

  • Etwa 1000 Verstöße gegen Corona-Kontaktregeln
    (09.04. 15:47)

Seit Einführung eines hessenweit einheitlichen Bußgeldkatalogs am 3. April hat die Polizei rund 1000 Verstöße gegen die Corona-Kontaktregeln registriert. Wie das Innenministerium am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, fielen den Beamten 919 Personengruppen auf, die sich nicht an das Kontaktverbot hielten. Im gleichen Zeitraum wurden 79 Verstöße gegen die Schließungen von zum Beispiel Restaurants, Bars, Sport- oder Freizeiteinrichtungen festgestellt. Die Betroffenen müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. Seit 23. März dürfen sich Menschen nur noch allein oder zu zweit in der Öffentlichkeit aufhalten.

  • Zahl der Todesfälle steigt auf über 100
    (09.04. 14:01)

Die Zahl der Todesfälle von Menschen mit Infektionen des Erregers Sars-CoV-2 ist in Hessen auf mehr als 100 gestiegen. Das Sozialministerium registrierte am Donnerstag (Stand 14.00 Uhr) 103 Tote, 11 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen stieg um 270 auf 5384. Am stärksten betroffen ist nach wie die Stadt Frankfurt mit 730 Infizierten. Die geringste Zahl von Erkrankungen gibt es mit 34 im Werra-Meißner-Kreis. Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

  • Corona-Testmobil in Frankfurt
    (09.04. 13:29)

In Frankfurt wurde an diesem Donnerstag ein Corona-Testmobil vorgestellt. Wie die Stadt per Mitteilung verkündete, handelt es sich dabei um einen umgebauten Linienbus, der rund 50 Alten- und Pflegeheime in der Stadt ansteuern und das dortige Personal und die Heimbewohner auf eine mögliche Infektion mit Covid-19 testen soll. Verantwortlich für das Corona-Testmobil ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK). In dem Bus gibt es einen barrierefreien Zugang, an Bord sind lediglich der Fahrer, ein Arzt und ein Assistent. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen nach 24 bis 72 Stunden vorliegen. "Erfahrungen aus anderen Städten mit teils dramatisch hohen Fallzahlen zeigen, wie immens wichtig es ist, gerade die Bewohner und das Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen so schnell wie möglich auf eine eventuelle Corona-Infektion zu testen", erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

  • Bouffier: "Wir sind auf dem richtigen Weg"
    (09.04. 13:03)

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat den Hessen in der Corona-Krise Mut gemacht. "Unser Alltag steht in der Corona-Krise Kopf. Ich weiß, wie schwierig und belastend das für viele ist", versicherte der Regierungschef am Donnerstag in Wiesbaden. "Deshalb ist es mir wichtig, Ihnen auf diesem Weg Mut zu machen", erklärte Bouffier in einer Videobotschaft anlässlich der Osterfeiertage. "Wir sind mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg. Das zeigt unter anderem die Entwicklung der Fallzahlen." Trotzdem sei es nach wie vor wichtig, die Ausbreitung des Virus noch weiter zu reduzieren, mahnte der Ministerpräsident. Deshalb sei es auch nötig, die Einschränkungen mindestens bis zum Ende der Osterferien aufrecht zu erhalten.

  • Kliniken können dringende Osterbesuche erlauben
    (09.04. 12:46)

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat noch einmal an das generelle Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen erinnert, dabei aber eine Hintertür offengelassen.In besonderen Fällen können die Kliniken und Einrichtungen Ausnahmen machen. Grundlegend gilt: Besuche sind verboten. "Kliniken können aber entscheiden, weitere Personen zuzulassen." Als Beispiel nannte Klose den Vater bei Geburten oder Abschiedsbesuche bei Sterbenden.

  • Tourismusbranche rechnet mit drastischen Einbußen
    (09.04. 12:02)

Hessens Tourismusbranche bereitet sich auf weitere harte Monate wegen der Corona-Krise vor. Laut einer Umfrage der Hessen Agentur wird die aktuelle Geschäftslage als sehr schlecht bewertet. Die Erwartungen für die nächsten drei Monate sind ebenfalls sehr gering. Die Umsatzeinbußen der Branche würden im erste Quartal des laufenden Jahres bei einem Minus von 30 Prozent liegen, teilte die Hessen Agentur mit. Für die nächsten drei Monate rechneten die Betriebe mit einem Rückgang der Erlöse von 75 Prozent. Die Stornierungsquote im Freizeitreisebereich liege knapp über 70 Prozent, im Geschäftsreisebereich leicht darunter.

  • Ansturm auf Kurzarbeit in Hessen geht weiter
    (09.04. 11:05)

Der Ansturm auf das Kurzarbeitergeld ist bei den hessischen Arbeitsagenturen ungebrochen. Innerhalb einer Woche ist die Zahl der Anträge noch einmal um rund 20.000 auf nun 52.000 Betriebe gewachsen, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Frankfurt berichtet. Dahinter steckt mutmaßlich ein Vielfaches von Beschäftigten, die mit der Sozialleistung über die coronabedingte Zwangspause kommen sollen. Erfasst wurden Anträge bis einschließlich dem 3. April. Diese massenhaften Zahlen sind in Hessen ohne Beispiel in früheren Krisen, wie die Direktion ausführte. In den vergangenen zwölf Jahren zusammen hat es 34.300 Anzeigen gegeben, von denen sich lediglich 21.000 auf das jetzt so gefragte konjunkturelle Kurzarbeitergeld bezogen.

  • Polizei bekommt Hinweise auf Verstöße gegen Kontaktverbot
    (09.04. 10:25)

Bei Hessens Polizeidienststellen gehen zahlreiche Hinweise ein auf mögliche Verstöße gegen die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise. Immer wieder melden Anrufer Menschenansammlungen oder private Treffen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Polizeipräsidien zeigt. Allerdings sei nicht jeder Hinweis berechtigt - und manchmal ist das Motiv eine offene Rechnung.

Bürgerrechtler sehen die Entwicklung kritisch: "Gegenseitige Bespitzelung hat in einem freiheitlichen Land nichts zu suchen", sagte Franz-Josef Hanke, zweiter Landesvorsitzender der Humanistischen Union Hessen. Er appelliert an die Eigenverantwortung - auch um die Polizei zu entlasten: "Je besonnener der Einzelne reagiert, desto mehr entlastet er die Verantwortlichen im Staat und in den Behörden, desto weniger müssen Freiheiten durch den Staat eingeschränkt werden."

  • Bereits fünf Tote seit Ausbruch in Pflegeheim
    (08.04. 19:14)

In einem Seniorenpflegeheim im Kreis Offenbach sind seit Ausbruch der Corona-Krise bereits fünf mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Alle bis Mittwochnachmittag Gestorbenen in dem Heim in Mainhausen seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten diverse Vorerkrankungen gehabt, teilte der Kreis mit. Auch mehrere Beschäftigte seien infiziert. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien in häuslicher Quarantäne. Um eine aktuelle Gesamtübersicht über die Lage in der Einrichtung zu erhalten, hat das Gesundheitsamt nach Angaben des Kreises weitere Tests aller Beschäftigten und Bewohner angeordnet.

  • Kaufverhalten der Hessen normalisiert sich allmählich
    (08.04. 17:25)

In der Corona-Krise gibt es weiterhin eine erhöhte Nachfrage nach bestimmten Gütern des täglichen Bedarfs. Wie eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt, lagen die Verkaufszahlen für ausgewählte Produkte vom 30. März bis 4. April 2020 aber zum Teil deutlich unter den Zahlen der Wochen zuvor. So lag der Absatz von Toilettenpapier knapp ein Drittel (-29 %) unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate, während der Absatz in der Woche davor (23. bis 29. März) noch um knapp die Hälfte (+46 %) über dem Sechs-Monats-Durchschnitt gelegen hatte.

  • 21 weitere Coronavirus-Infektionen in Frankfurter Altenzentrum bestätigt
    (08.04. 15:46)

In einem Frankfurter Altenzentrum, in dem in der vergangenen Woche zwei Mitarbeiter und zwei Bewohnern positiv auf den Coronavirus getestet worden waren, sind nun weitere Fälle bekannt. Demnach liegen nun 21 bestätigte Fälle vor - elf Bewohner und zehn Mitarbeiter wurden positiv getestet, wie ein Sprecher der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) mitteilt. Für die Mitarbeiter des August Stunz-Zentrums der Johanna-Kirchner-Stiftung habe das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne angeordnet. Die Bewohner des Zentrums würden weiterhin der Pflegeeinrichtung unter verschärften Schutzmaßnahmen betreut, solange sie keine Symptome aufweisen.

  • Über 5.000 Infizierte in Hessen
    (08.04. 14:36)

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter an. Mittlerweile haben sich 5.114 Menschen nachgewiesen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilt. Das sind 269 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg im gleichen Zeitraum um 13 auf 92. Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

  • Corona-Tests auch über Ostern
    (08.04. 13:46)

Auch an den bevorstehenden Feiertagen können Patienten auf das Coronavirus getestet werden. Einige der Testcenter werden an Karfreitag und Ostersonntag geöffnet haben, wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV) in Frankfurt mitteilte. Es sei wichtig, dass bei einer medizinischen Indikation auch über die Feiertage Abstriche genommen werden könnten, sagten die KV-Vorstandsvorsitzenden Frank Dastych und Eckhard Starke der Mitteilung zufolge.

Das Vorgehen solle sich nicht ändern: "Aus unserer Sicht ist es alternativlos, dass Tests nur dann erfolgen, wenn eine medizinische Indikation gegeben ist." Das könne fundiert nur von den Mitarbeitern des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (Nummer 116117) oder den Gesundheitsämtern beurteilt werden. "Wir müssen die Test-Kapazitäten derzeit und gerade an Ostern für die Fälle mit echtem Test-Bedarf reservieren - die Patientensteuerung bleibt also genauso wie an normalen Werktagen."

  • Hanau verbietet städtische Veranstaltungen bis Ende Juni
    (08.04. 12:35)

Ungeachtet einer noch ausstehenden Entscheidung des Landes will die Stadt Hanau wegen der Corona-Krise ihre Veranstaltungen bis Ende Juni absagen. "Auch wenn das öffentliche Leben in den nächsten Wochen wieder langsam hochgefahren werden sollte, sind wir der festen Überzeugung, dass Veranstaltungen, bei denen viele Menschen zusammenkommen, nicht möglich sein werden", begründete Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) den Schritt.

Betroffen von der Absage sind den Angaben zufolge sämtliche Veranstaltungen, die von der Stadt ausgerichtet werden oder in städtischen Räumlichkeiten stattfinden sollten. Dazu zählen unter anderem die 700-Jahr-Feier der Stadtrechte des heutigen Stadtteils Steinheim (20. bis 23. Juni), das Apfelweinfest und der Keramikmarkt im Schlossgarten (26. bis 28. Juni) und der Christopher Street Day (27. Juni).

  • Fehlender Sport und die Folgen: Studie will passende Inhalte liefern
    (08.04. 11:48)

Geschlossene Fitnessstudios und Anlagen sowie ausgesetzter Spielbetrieb in Mannschaftssportarten machen vielen Sportlern derzeit wegen der Corona-Krise große Probleme. Eine Studie von mehreren internationalen Universitäten, darunter die Frankfurter Goethe-Universität, will das nun genauer untersuchen. Dabei soll herausgefunden werden, wie sich die Einschränkungen auf den Umfang der sportlichen Aktivitäten und das Wohlbefinden der Menschen auswirken. Zum Ziel setzen sich die Sportwissenschaftler, eine passgenaue Entwicklung "kostenfreier Trainingsinhalte, Methoden und Programme" zu ermöglichen.

  • Zahl der Klagen gegen Beschränkungen in Corona-Krise steigt
    (08.04. 4:00)

In Hessen wehren sich Bürger zunehmend auf dem Rechtsweg gegen behördliche Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel sind mehrere Verfahren anhängig. "Beim 8. Senat ist mittlerweile ein weiterer Eilantrag eingegangen, der sich gegen sämtliche Beschränkungen der einschlägigen Verordnungen richtet", sagt ein VGH-Sprecher. Wann darüber entschieden werde, sei noch unklar. Am Dienstag hatte der Gerichtshof den Eilantrag eines Katholiken abgelehnt, der sich gegen das Gottesdienstverbot an Ostern wehrte. Noch am Laufen ist ein Eil-Verfahren, mit dem sich der Betreiber eines Fitnessstudios gegen Beschränkungen wehrt. 

  • Zweitligist Darmstadt 98 steigt wieder ins Training ein
    (07.04. 18:20)

Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 kehrt an diesem Mittwoch wieder ins Training auf dem Platz zurück. Die Hessen werden zum Start zunächst ein organisiertes Individualtraining durchführen, wie der Verein am Dienstag mitteilte. Um die geltenden Regelungen zum Kontakt mit Dritten einzuhalten, hat der Tabellensechste ein Trainingskonzept unter Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften entwickelt.

  • Lufthansa schrumpft Flotte und stellt Germanwings ein
    (07.04. 17:15)

Als Reaktion auf die Corona-Krise will der Lufthansa-Konzern seine Flotte deutlich verkleinern. Das Unternehmen gibt zudem bekannt, dass der Flugbetrieb der Kölner Tochter Germanwings nicht wieder aufgenommen wird. Dies war von den Gewerkschaften bereits befürchtet worden. Die weiteren Konsequenzen wolle man mit den Sozialpartnern besprechen, kündigt das Unternehmen an.

Zudem soll die bereits vor der Krise festgelegte Zielsetzung von Eurowings, den Flugbetrieb auf eine Einheit zu bündeln, nun beschleunigt umgesetzt werden, teilte Lufthansa mit. "Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet", heißt es.

Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelte weiterhin das Ziel, möglichst vielen eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Lufthansa Group zu bieten. Dazu solle über neue Beschäftigungsmodelle verhandelt werden.

  • Betrüger nutzen Pandemie zur Geldwäsche
    (07.04. 17:05)

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat in der Corona-Krise vor kriminellen Geldwäsche-Machenschaften gewarnt. Die Pandemie wirke sich auch auf die organisierte Kriminalität aus, teilte die für die Prävention zuständige Behörde am Dienstag mit. Kriminelle könnten versuchen, Gelder aus schweren Straftaten zu investieren und so zu waschen. Als potenzielle Einfallstore würden Fachleute die Aufkäufe von Cafés und Restaurants sehen, die die Krise nicht überstehen.

Denkbar seien auch Übernahmen von Firmen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. "Gewerbetreibende, die den Pflichten des Geldwäschegesetzes unterliegen wie Immobilienmakler oder Güterhändler, sollten in den kommenden Monaten besonders wachsam für vermeintlich lukrative Angebote sein", hieß es vom Regierungspräsidium. Verdachtsfälle müssten beim Zollkriminalamt gemeldet werden

  • Mehr als 4.800 Infizierte in Hessen
    (07.04. 14:50)

In Hessen haben sich mittlerweile 4.845 Menschen nachgewiesen mit dem Coronavirus angesteckt. Das waren nach Angaben des Sozialministeriums vom Dienstag 177 mehr als am Vortag. Die Zahl der mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 15 auf 79. Die meisten Infektionen meldete erneut die Stadt Frankfurt, hier waren 643 Menschen betroffen. Am geringsten war die Zahl der bestätigten Erkrankungen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis mit 30. Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

  • Hessische Wirtschaft fordert Lockerung der Maßnahmen
    (07.04. 13:10)

Die hessische Wirtschaft dringt auf eine Lockerung der geltenden Corona-Einschränkungen nach den Osterferien. Man hoffe auf eine schrittweise Öffnung von Geschäften und Restaurants sowie von Kindertagesstätten und Schulen ab 20. April, teilte die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) am Dienstag in Frankfurt mit. Voraussetzung sei, dass der Infektionsschutz dies erlaube. Die Wirtschaft solle schnellstmöglich schrittweise zur Realität zurückkommen, um Schäden zu begrenzen.

Der Verband fordere aber keine vorzeitigen Lockerungen in den Osterferien, betonte Präsident Wolf Matthias Mang. Man trage die Maßnahmen der Landesregierung mit, obwohl der harte Kurs für viele Firmen extrem negative Folgen habe. Man hoffe, dass er wirke und "umso schneller Lockerungen erwogen und vorbereitet werden können".

Konkret schlägt der VhU vier Phasen der Lockerung vor. In einer ersten Phase könnten Geschäfte, Restaurants und Cafés unter Auflagen, etwa zum Abstand und zur Kundenzahl, wieder öffnen. Auch bei Schulen und Kindertagesstätten müsse die Regierung das prüfen. In einer zweiten Phase könnte das Kontaktverbot von zwei auf fünf Personen ausgedehnt werden und auch der Tourismus für Alleinreisende und kleine Gruppen solle erlaubt werden.


In einem weiteren Schritt, sobald es keine Kontaktbegrenzungen mehr gebe, könnten erste Kulturangebote wieder erlaubt sein und der Tourismus uneingeschränkt anlaufen. In Phase vier könnte dann das Freizeitangebot wieder voll offen stehen, darunter Diskotheken, Kneipen, Kinos, Theater und Konzerthäuser

  • Aus Angst vor Corona: Menschen decken sich mit Arzneien ein
    (07.04. 12:30)

Viele Verbraucher in Deutschland haben sich aus Sorge um das Coronavirus mit Arzneien eingedeckt. Im März zog die Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten stark an und bescherte Pharmaunternehmen eine Sonderkonjunktur. Das berichteten mehrere Arzneihersteller auf Anfrage der Deutschen Presseagentur. Der Ansturm in Apotheken bringt die Logistik in der Branche teils an ihre Grenzen und befeuert die Debatte um Lieferengpässe von Arzneien. "In den letzten Wochen mussten wir über unser gesamtes Portfolio hinweg die zum Teil dreifache Bestellmenge bewältigen", erklärte etwa die Ratiopharm-Konzernmutter Teva in Ulm. Die Nachfrage bei rezeptfreien Arzneien sei im März vor allem bei Paracetamol-haltigen Mitteln und Vitaminpräparaten viel höher gewesen als sonst. 

  • Flugverkehr am Frankfurter Flughafen noch weiter zurückgegangen
    (07.04. 10:47)

Am Frankfurter Flughafen sind wegen der Corona-Krise die Passagierzahlen noch weiter eingebrochen. In der Woche vom 30. März bis 5. April wurden an Deutschlands größtem Airport 66 151 Fluggäste abgefertigt und damit 95,2 Prozent weniger als in der entsprechenden Kalenderwoche des Vorjahres, wie der Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag mitteilte. In der Woche zuvor waren es noch 119.000 Fluggäste gewesen. Das Terminal 2 ist ab heute bis auf Weiteres geschlossen.


Die Menge von Fracht und Luftpost ging um 25 Prozent auf 32.904 Tonnen zurück, obwohl die Zahl der Frachtflüge um mehr als 20 Prozent zulegte. 

  • Zahnärzte haben bei Verteilung von Schutzausrüstung das Nachsehen
    (07.04. 6:22)

Die Zahnarztpraxen in Hessen fühlen sich bei der Versorgung mit Schutzausrüstung und bei der finanziellen Absicherung benachteiligt. Täglich erreichen den Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen, Michael Frank, Hilferufe von Kollegen auf der Suche nach Schutzmasken, Handschuhen oder Desinfektionsmittel. "Wir werden jeden Tag weiter vertröstet. Es ist frustrierend", sagte Frank der Deutschen Presse-Agentur.
Wenn sich die Lage nicht entspanne, "könnte das dazu führen, dass Praxen Behandlungen ablehnen müssen, weil ihnen das Material ausgeht", sagte Frank. Bisher sei das noch nicht der Fall: "Die Versorgung ist sichergestellt." Dass FFP2-Masken den Kliniken vorbehalten sind, versteht Frank durchaus. Dass immer mehr Menschen auf der Straße Atemschutz tragen, sieht er kritisch: Medizinische Masken sollten medizinischem Personal vorbehalten sein.

  • Angst vor Corona: Verbraucher decken sich mit Arzneien ein
    (07.04. 5:45)

Viele Verbraucher in Deutschland haben sich aus Sorge vor dem Coronavirus mit Arzneien eingedeckt. Im März zog die Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten stark an und bescherte Pharmaunternehmen eine Sonderkonjunktur. Das berichteten mehrere Arzneihersteller auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
"In den letzten Wochen mussten wir über unser gesamtes Portfolio hinweg die zum Teil dreifache Bestellmenge bewältigen", teilte etwa die Ratiopharm-Konzernmutter Teva am Dienstag in Ulm mit. Bei rezeptfreien Arzneien sei im März vor allem bei Paracetamol-haltigen Mitteln und Vitaminpräparaten die Nachfrage viel höher gewesen als sonst. In einzelnen Fällen habe es bei der Auslieferung Verzögerungen gegeben. Teva habe nicht nur in der Produktion die Kapazitäten erhöht, auch die Logistik arbeite in drei statt zwei Schichten.

  • Ironman-EM im Triathlon in Frankfurt verschoben
    (06.04. 19:58)

Die Ironman-EM der Triathleten findet wegen der Corona-Krise nicht am 28. Juni in Frankfurt statt. Das Top-Event in der Mainmetropole wurde wie 13 weitere im Juni geplante Wettbewerbe in Europa und Südafrika auf unbestimmte Zeit verschoben. Das vermeldete die Deutsche Presseagentur am Montag.

  • Zahl der Corona-Infizierten in Hessen steigt weiter
    (06.04. 14:51)

Die Zahl der mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Hessen ist auf 4.668 gestiegen. Das sind nach Angaben des Sozialministeriums in Wiesbaden vom Montag 101 Fälle mehr als am Vortag. So der Stand um 14.00 Uhr. Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus ist um fünf auf 64 gestiegen. Am stärksten betroffen ist Frankfurt mit 590 bestätigten Infizierten.

  • Corona-Krise sorgt für saubere Luft in Hessen
    (06.04. 12:54)

Mit dem starken Rückgang von Auto- und Flugverkehr in der Corona-Krise hat sich die Luftqualität in Hessen verbessert. Derzeit würden an allen Luftmessstationen im Land deutlich niedrigere Werte des Stickstoffdioxids beobachtet werden als noch in der ersten Märzhälfte. Das teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) der Deutschen Presseagentur am Montag mit.

An den Messstellen in Straßennähe ergebe sich ein Minus bei der Stickstoffoxid-Konzentration von 40 Prozent. Auch bei den Flugbewegungen gebe es einen Rückgang von rund 40 Prozent, so das HLNUG. In den hessischen Großstädten liegt die Verkehrskonzentration bei 50 bis 60 Prozent der üblichen Menge.

  • Corona-Krisenkabinett tagt - Themen wohl Beschaffung und Kredithilfen
    (06.04. 8:09)

Das Corona-Krisenkabinett will am Montagvormittag voraussichtlich über Probleme bei der Beschaffung von Schutzmaterial und Hilfen für Unternehmen beraten. Engpässe gibt es in Deutschland vor allem bei Schutzkleidung und Atemmasken. Sie müssen zu großen Teilen auf dem Weltmarkt beschafft werden, auf dem enorme Konkurrenz herrscht. Die Ministerpräsidenten Bayerns und Mecklenburg-Vorpommerns, Markus Söder (CSU) und Manuela Schwesig (SPD), haben sich für Produktionsstandorte in Deutschland ausgesprochen.
Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte erste Beschlüsse der Regierung für Montag an. "Die Zusagen, die wir jetzt machen müssen, sind einfach und klar und teuer, aber richtig", sagte er in der ARD-Sendung "Anne Will". Unternehmen bräuchten etwa Zusagen zur längerfristigen Abnahme von Produkten.

  • Wohnen in der Wache: Feuerwehrleute freiwillig in Quarantäne
    (06.04. 5:28)

Um im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus einsatzfähig zu bleiben, hat die Feuerwehr in Schwalbach ihre Abteilung geteilt und Leute in Quarantäne geschickt. Einige Einsatzkräfte wohnen vorübergehend in der Wache oder im städtischen Bauhof.
Für Feuerwehrmann Leon Henzner hat sich am 16. März das Leben komplett geändert. Der 21-Jährige ist an diesem Tag mit Sack und Pack in die Feuerwehrwache in Schwalbach am Taunus gezogen, dort wohnt und arbeitet er nun. "Wir bleiben hier mindestens bis zum 20. April", erzählt der junge Mann an seinem coronabedingten neuen Wohnort mitten in der Stadt. Um die Feuerwehr in Schwalbach einsatzfähig zu halten, wurde die Abteilung geteilt und in Quarantäne geschickt. 

  • Al-Wazir: Konjunktur könnte um bis zu zehn Prozent einbrechen
    (06.04. 5:00)

Geschlossene Läden, Kurzarbeit, drohende Insolvenzen: Die Wirtschaft leidet massiv unter der Corona-Krise. Hessens Wirtschaftsminister warnt: Die Tiefe des Einschnitts haben womöglich noch nicht alle verstanden. Die Corona-Krise könnte die Konjunktur nach Einschätzung des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir deutlich härter treffen als bislang gedacht. "Wovor ich Sorgen habe ist, dass die Tiefe des Einschnitts, den wir gerade erleben, noch nicht verstanden wurde", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.
Nach seiner Einschätzung könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um bis zu zehn Prozent einbrechen. Das hieße für Hessen, dass von den 300 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung dieses Jahr 30 Milliarden Euro fehlten. Ein solcher Einbruch könne durch kein staatliches Programm kompensiert, sondern nur Schritt für Schritt überwunden werden.

  • Flüchtlingsaktivisten bilden Menschenkette - Polizeieinsatz in Frankfurt
    (05.04. 18:03)

Bei einer Aktion für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland am Frankfurter Mainufer hat die Polizei am Sonntag eingegriffen. Rund 250 bis 300 Teilnehmer hätten am nördlichen Ufer nahe des Eisernen Stegs einen Menschenkette gebildet, berichtete ein Polizeisprecher. Es sei darauf hingewiesen worden, dass die Einhaltung des in der Corona-Krise vorgeschriebenen Mindestabstands bei solchen Veranstaltungen nicht kontrollierbar sei. Nachdem Platzverweise ignoriert worden seien, seien Personalien von Teilnehmern festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Dafür seien Teilnehmer von Polizisten über die Straße geleitet worden. Eine Sprecherin der Initiative "Seebrücke" sagte, bei der Menschenkette sei der gebotene Abstand eingehalten worden. Auf dem Boden seien extra Markierungen angebracht gewesen, es habe sich auch jeder daran gehalten, dennoch sei die Polizei eingeschritten. Viele Teilnehmer hätten zudem Mundschutz getragen.

  • Zahl der Corona-Infizierten steigt in Hessen auf 4567 Fälle
    (05.04. 14:27)

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen steigt weiter. Registriert wurden bis Sonntag (Stand: 14.00 Uhr) 4567 Fälle. Das sind 242 mehr als noch am Vortag, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf 59. Das sind elf mehr als noch am Vortag. Bei den Daten ist zu beachten: Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

  • Verstoß gegen Corona-Regeln: Polizei löst Versammlung aus
    (05.04. 11:52)

Mit vereinten Kräften hat die Polizei in Wiesbaden eine Versammlung von rund 25 Menschen auflöst, die sich trotz der Corona-Kontaktregeln auf einem Platz in der Innenstadt aufhielten. Mehrere Streifenwagen mussten anrücken, da die Männer und Frauen teils betrunken und aggressiv waren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein Beamter sei ins Gesicht geschlagen und leicht verletzt worden. Eine 34-Jährige beleidigte die Beamten fortwährend, schnippte eine brennende Zigarette in Richtung eines Polizisten und versuchte, ihn zu bespucken, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Gegen einen 34-Jährigen, der die Beamten ebenfalls bedrohte und beleidigte, habe ein Haftbefehl vorgelegen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ein 53-Jähriger kam in Gewahrsam.

  • Picknicken und Sonnenbaden erlaubt
    (05.04. 08:26)

Nach der Verwirrung zum sonnigen Start des Wochenendes, was in der Öffentlichkeit erlaubt ist und was nicht, ist nun folgendes geklärt: Pciknicken und Sonnenbaden sind erlaubt. Eine Sprecherin des Präsidums in Marburg erklärte die Verwirrung mit "Fehlinformationen" innerhalb der Polizei. Es seien nicht alle Infos zur Umsetzung des Kontaktverbots flächendeckend weitergeleitet worden.

  • Online-Check liefert Hinweise auf mögliche Erkrankungen
    (05.04. 07:02)

Marburger Forscher haben einen Online-Check entwickelt, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit einer Coronavirus-Erkrankung ermitteln lässt. Menschen mit entsprechenden Symptomen sollen so ihr individuelles Risiko sofort einschätzen können. Dazu müssen sie auf einer Internetplattform eine Reihe von Fragen zu bestimmten Krankheitszeichen beantworten, wie die Philipps-Universität Marburg der dpa mitteilte. Nach dem Absenden des Fragebogens schlägt das System außerdem weitere Hilfen in der Region vor. Bei einem unklaren Ergebnis kann der Nutzer direkt mit Fachärzten des Universitätsklinikums telefonieren.

  • Bisher 72.000 Soforthilfe-Anträge
    (04.04. 18:26)

Die Anträge auf staatliche Corona-Soforthilfen in Hessen kommen nach Angaben von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) aus allen Branchen im Land. "Es geht quer durch die gesamte Wirtschaft", sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Das ist der große Unterschied zu früheren Krisen. Eine solche Vollbremsung hat es noch nie in der Geschichte Deutschlands gegeben." Seit dem Start des Hilfsprogramms am vergangenen Montag seien bis Freitagnachmittag 72 000 Anträge eingereicht, davon 14 000 bereits bewilligt und Geld ausgezahlt worden, berichtete der Minister. Die Summe des ausgezahlten Geldes liege mittlerweile bei 142 Millionen Euro.

  • Elf weitere Corona-Tote in Hessen - 4325 positiv getestete Menschen
    (04.04. 15:20)

In Hessen gibt es elf weitere Corona-Tote. Das teilte das Sozialministerium am Samstag (Stand: 10.30 Uhr) mit. Damit stieg die Zahl der Todesfälle im Land bis Samstag auf 48. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist im Vergleich zum Vortag um 228 auf 4325 gestiegen.
Die Stadt Frankfurt meldete am Samstag mit 545 Fällen die meisten Infizierten, gefolgt vom Landkreis Schwalm-Eder-Kreis (239), dem Landkreis Groß-Gerau (236) und dem Landkreis Offenbach (232). Die wenigstens Fälle, nämlich 26, wurden im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis notiert.

  • Sonne und wolkenloser Himmel - Polizei meldet: vielerorts ruhig
    (04.04. 14:29)

Das frühlingshafte Wetter lockt zu Ausflügen. Doch viele Menschen in Hessen bleiben vernünftig, bleiben zu Hause oder beschränken sich auf Spaziergänge im Umfeld ihrer Wohnung.
Trotz Sonnenscheins, wolkenlosen Himmels und Temperaturen bis 16 Grad halten sich viele Menschen an die Aufforderung, zu Hause zu bleiben. Bis Samstagmittag meldete die Polizei in Hessen, dass es vielerorts ruhig sei. Nur bei der Anfahrt zum Großen Feldberg im Taunus sei der Autoverkehr wegen eines regen Andrangs reguliert worden.

  • Keine Entwarnung - Arbeitsminister appelliert zum Einhalten der Maßnahmen
    (04.04. 11:32)

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich in der Corona-Krise gegen eine baldige Entwarnung ausgesprochen. "Es ist den Menschen in unserem Land gelungen, durch verantwortungsvolles Verhalten die Kurve abzuflachen", sagte Heil der "Welt" (Samstag). Den Trend gelte es zu verstärken und den weiteren Kurs in enger Abstimmung mit den Experten zu bestimmen. "Für Entwarnung ist es aber noch zu früh". Die Maßnahmen zeigten Wirkung.

  • Auch Polizei ist im "Corona-Modus" - Fokus auf Online-Wachen
    (04.04. 8:23)

Kontaktverbote durchsetzen und rechtsfreie Räume verhindern, aber gleichzeitig die eigene Gesundheit nicht gefährden: Die Covid-19-Lage greift auch in den Arbeitsalltag der Polizei ein. "Wir haben alles komplett dem Modus Corona angepasst", sagte Andreas Grün, der hessische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP). "Wir fahren momentan alles auf absolute Mindeststärke runter, damit immer ein Teil der Kollegen zu Hause ist." Es werde zudem versucht, innerhalb der Dienststellen eine räumliche Trennung zu schaffen. "Die Devise ist derzeit, mögliche Infektionsketten so klein wie möglich zu halte", sagte Grün.

  • Polizei sperrt Parkplätze und riegelt Sehenswürdigkeiten ab
    (03.04. 15:40)

Die Parkplätze vieler Naherholungsgebiete und Ausflugsziele werden am Wochenende in Hessen gesperrt. Damit wollen Kommunen und Politiker verhindern, das zu viele Menschen das erwartete Frühlingswetter am Sonntag für einen Ausflug nutzen. Die Polizei riegelt auch die Zufahrten zu den weltberühmten Sehenswürdigkeiten im Rheingau komplett ab. Betroffen sind unter anderem das Kloster Eberbach, die Schlösser Vollrads und Johannisberg sowie das Niederwalddenkmal, wie das zuständige Präsidium in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die Stadt Frankfurt rief am Freitag dazu auf, das Mainufer und die Parks zu meiden. 

  • 4097 Infizierte, 39 Todesfälle
    (03.04. 15:18)

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen ist auf 4.097 gestiegen. Das teilte das hessische Sozialministerium am Freitagmittag mit. Damit sind seit dem Vortag 215 Fälle hinzugekommen. Die Stadt Frankfurt meldete insgesamt die meisten Infizierten (504), gefolgt von den Landkreisen Groß-Gerau (225), Offenbach (218) und Darmstadt-Dieburg (215). Die Zahl der Todesfälle stieg laut Ministerium um sechs auf 37. 

  • Eintracht Frankfurt nach Quarantäne wieder im Trainingsbetrieb
    (03.04. 14:46)

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist nach zweiwöchiger Quarantäne in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. "Wir müssen uns an die Vorgaben halten, weshalb wir nur in ganz kleinen Gruppen mit maximal drei Spielern trainieren. Wir sollten das aber positiv sehen. Ich freue mich, dass wir die Zeit und die Möglichkeit haben, ganz individuell mit den Jungs zu reden und zu trainieren", sagte Trainer Adi Hütter am Freitag. Bei den Hessen waren zwei Spieler und zwei Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

  • Psychotherapeuten in Hessen setzen vermehrt auf Behandlungen per Video
    (03.04. 14:03)

Die Psychotherapeuten in Hessen setzen in Zeiten der Corona-Krise vermehrt auf Behandlungen per Video. Laut einer Umfrage würden fast die Hälfte der Therapeuten bereits mindestens jeden zweiten Patienten auf diese Art behandeln, 13 Prozent von ihnen hätten komplett auf Video umgestellt, teilte die Psychotherapeutenkammer Hessen in Wiesbaden am Freitag mit. Rund ein Drittel praktiziere weiterhin überwiegend in der Praxis. Befragt wurden knapp 360 Therapeuten.

  • Traditionelles "Anlassen" der Motorradfahrer fällt aus
    (03.04. 13:23)

Biker müssen in diesem Jahr ohne Gottesdienst in die Saison starten. "Wir werden dann im Jahr 2021 in Gründau und Gelnhausen wieder zusammenkommen", sagte Hessens Motorradpfarrer Thorsten Heinrich der dpa. Auch eine im Rahmen des Gottesdienstes für die Biker angesetzte Trauung werde erst 2021 vollzogen. Motorradfahren sei natürlich erlaubt, sagte Pfarrer Heinrich: "Dabei kann man sich ja nicht anstecken. Mal ein Runde zu drehen, ist sicherlich entpannend, um auf andere Gedanken zu kommen." Auf gesellige Treffen davor oder danach müsse aber verzichtet werden.

  • Zweitwohnungen müssen geräumt werden
    (03.04. 12:50)

Bis Samstag müssen Eigentümer von Zweitwohnungen in den nordhessischen Ferienregionen rund um den Edersee und Willingen abreisen. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat deren Nutzung kreisweit verboten, um die Verbreitung des Corona-Virus zu bremsen. Man habe sich dazu gezwungen gesehen, da wegen der Osterferien mit einer verstärkten Nutzung der Zweitwohnungen zu rechnen sei, sagte Gesundheitsdezernent Karl Frese von der CDU. Kreisweit gibt es laut Verwaltung rund 4000 solcher Zweitwohnsitze.

  • Supermärkte sollen auch nachts beliefert werden können
    (03.04. 10:54)

In Hessen können Supermärkte nun auch nachts mit Waren beliefert werden, um leere Regale in Zeiten der Corona-Krise zu vermeiden. Das teilte das Verbraucherschutzministerium mit. Mit dem eigentlichen Verbot der Nachtanlieferung sollen Wohngebieten vor Lasterlärm geschützt werden. Die Regelung gelte vorerst bis zum 30. April.

  • Erntehelfer dürfen doch einreisen
    (02.04. 17:51)

Um die Ernte doch noch zu retten, dürfen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen. Die Einreise ist nur per Flugzeug und in Gruppen erlaubt. Vorgesehen ist eine Gesundheitsprüfung.

  • Merck spendet 150.000 Liter Desinfektionsmittel für Hessen
    (02.04. 16:21)

Merck spendet 150 000 Liter dringend benötigtes Desinfektionsmittel an das Land Hessen. Die Flüssigkeit aus eigenen Kapazitäten werde von Landesbehörden an Ärzte und Kliniken verteilt, erklärte der Darmstädter Pharma- und Chemie-Konzern am Donnerstag. Ministerpräsident Volker Bouffier dankte Merck in einer gemeinsamen Mitteilung für die Hilfe in der Corona-Krise. «Das Desinfektionsmittel wird vor allem Ärztinnen und Ärzten und den Pflegerinnen und Pflegern helfen, die mit großem Einsatz Menschen versorgen und Leben retten», so der CDU-Politiker. Merck stellt normalerweise keine Desinfektionsmittel her, hat aber eigene Kapazitäten errichtet und dafür Anlagen umgerüstet, betonte Vorstand Kai Beckmann. Die bei der Herstellung verwendeten Rohstoffe Ethanol und Propanol kommen sonst etwa bei Pharmahilfsstoffen sowie in der Forschung und Entwicklung zum Einsatz. Merck hatte zuletzt schon mit dem Sekthersteller Henkell Freixenet Desinfektionsmittel für Kliniken in Wiesbaden gespendet.

  • Hessen beschließt Bußgeldkatalog
    (02.04. 15:01)

Wer sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht an die strengen Kontaktregeln hält, muss sich ab Freitag hessenweit auf einheitliche Bußgelder einstellen. Je nach Schwere des Verstoßes drohen Zahlungen von 200 Euro bis 5000 Euro, wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilten. Ein Bußgeld etwa kann fällig werden, wenn jemand gegen die Kontaktregeln in der Öffentlichkeit verstößt, illegal ein Restaurant betreibt oder das Besuchsverbot in Seniorenheimen missachtet. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, dürfen die Menschen nur allein oder zu zweit aus dem Haus gehen. Ausnahmen gibt es für Familien oder häusliche Gemeinschaften. Leider gebe es immer noch einige Unbelehrbare, die den Ernst der Lage nicht erkennen wollten, erklärten die Minister.

  • "Hessen helfen!" - Land bündelt ehrenamtliches Engagement
    (02.04. 14:01)

Um das große ehrenamtliche Engagement angesichts der Corona-Krise zu bündeln, hat die Landesregierung die Aktion "Hessen helfen!" ins Leben gerufen. Auf der Internetplattform www.hessen-helfen.de können Hilfesuchende und freiwillige Helfer zusammenfinden, wie die Landesregierung am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. "Es gibt eine große Welle der Hilfsbereitschaft für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind". Der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) betonte: "Die Hilfe ist notwendig, im Kleinen wie im Großen. Es sind ja plötzlich selbstverständliche Dinge wie der Gang zur Apotheke, zum Supermarkt, zur Drogerie oder Bäcker, die für einige schlichtweg nicht mehr möglich sind, weil sie sich vor Ansteckung schützen wollen."

  • 3.882 Infizierte, 33 Todesfälle
    (02.04. 13:46)

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen ist auf 3.882 gestiegen. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstagmittag mit. Damit sind seit dem Vortag 300 Infizierte hinzugekommen. Die mit Abstand meisten Fälle werden aus Frankfurt gemeldet (484), gefolgt von den Landkreisen Groß-Gerau (216), Darmstadt-Dieburg (207) und Offenbach (204). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist laut der Mitteilung auf 31 gestiegen, am Mittwoch meldete das Ministerium noch 26 Todesfälle. In der Auflistung weiterhin nicht aufgeführt ist ein Toter aus dem Landkreis Limburg-Weilburg und ein zweiter Todesfall in Hanau (Main-Kinzig).

  • Frankfurter Flughafen schließt Passagier-Terminal 2
    (02.04. 13:11)

Wegen ausbleibender Fluggäste in der Corona-Krise schließt der Frankfurter Flughafen eines seiner beiden Passagier-Terminals. Das Terminal 2 bleibe ab dem kommenden Dienstag (7. April) samt Parkhaus vorläufig geschlossen, teilte die Betreibergesellschaft Fraport am Donnerstag mit. Die Abfertigung werde dann im Terminal 1 im Bereich B konzentriert. Fraport begründete die Sperrung mit der immer weiter sinkenden Nachfrage. "Mit dem absehbaren Auslaufen der Rückholflüge wird das Aufkommen am Standort bei einem Minus von etwa 95 Prozent liegen", sagte ein Sprecher. Im vergangenen Jahr wurden am größten deutschen Flughafen mehr als 70 Millionen Passagiere abgefertigt, in der Spitze mehr als 240 000 pro Tag. In der gesamten 13. Kalenderwoche (23. bis 29. März) waren nur 119 000 Fluggäste registriert worden.

  • Hessische Polizei warnt vor Regelbruch
    (02.04. 12:06)

Angesichts des bevorstehenden frühlingshaften Wochenendes hat die hessische Polizei die Bürger dazu aufgerufen, ihren Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie zu leisten. "Die Polizei und die Mitarbeiter der Ordnungsämter werden verstärkt auf die Einhaltung der Regeln achten und konsequent auf Verstöße reagieren", erklärte das Polizeipräsidium Nordhessen am Donnerstag in einer landesweiten Mitteilung. Gegen einen Spaziergang mit der Familie, Radfahren oder Joggen in gebührendem Abstand zueinander sei nicht einzuwenden. Aber: Trotz der frühlingshaften Temperaturen und des guten Wetters ist es derzeit aber beispielsweise verboten, sich längerfristig in Parkanlagen für ein Picknick oder zum Sonnen niederzulassen.

  • Corona-Krise wirkt auch im Wald
    (02.04. 11:13)

Hessens Wäldern geht es seit Längerem schlecht. Jetzt behindern die Auswirkungen der Corona-Krise Waldarbeiten und Aufforstung. Gleichzeitig beginnt wieder das große Krabbeln der Schädlinge. Die Folgen der Corona-Krise erschweren die Arbeiten in Hessens stark angeschlagenen Wäldern. "Die Lieferketten von der Holzernte über den Transport bis zum Holzabsatz sind beeinträchtigt und stagnieren teilweise", sagte Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs Hessen Forst am Donnerstag in Kassel. Durch Stürme und die extreme Dürre der vergangenen Jahre sei eine «hoch brisante Waldschutzsituation» entstanden. Besserung sei nicht in Sicht: Alles spricht dafür, dass sich der Borkenkäfer wieder massenhaft vermehrt.

  • Krise trifft Schausteller hart
    (02.04. 10:24)

Eigentlich sollte am heutigen Donnerstag die Jubiläumsausgabe der 675. Dippemess beginnen. Doch das Volksfest in Frankfurt ist gestrichen, wie so viele andere in ganz Hessen. "Dieser Stillstand geht vielen an die Substanz", sagt Christine Beutler-Lotz, die seit Jahrzehnten als Schaustellerseelsorgerin im Einsatz ist, gegenüber FFH. "Schausteller sind es gewohnt, in Freiheit zu leben." Was ihnen fehle sei das Unterwegssein an der frischen Luft und das Reisen von Ort zu Ort.

  • Ministerin: Auch Landwirte können Soforthilfe beantragen
    (02.04. 9:00)

Die Soforthilfen des Landes Hessen für Betriebe, die wegen der Corona-Krise in Finanznot geraten sind, stehen auch Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft zu. Darauf wies Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) hin. "Dass die Saisonarbeitskräfte zurzeit nicht kommen können, ist eine zusätzliche Härte für die Bäuerinnen und Bauern", erklärte sie. "Es drohen Ernteausfälle und damit Einkommenseinbußen für die Landwirtschaftsbetriebe, die sich vor allem auf den Obst- und Gemüseanbau spezialisiert haben."

  • Lufthansa-Konzern meldet Kurzarbeit an
    (01.04. 21:02)

Der Lufthansa-Konzern will in der Corona-Krise rund zwei Drittel seiner weltweit Beschäftigten in die Kurzarbeit schicken. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch in Frankfurt, dass die Sozialleistung in verschiedenen Ländern für insgesamt 87 000 Mitarbeiter beantragt wurde. Je nach Gesellschaft und Unternehmensteil gilt das teils rückwirkend seit 1. März, in der Masse aber von April an. Zuvor hatte das Portal "Business Insider" darüber berichtet. Der größte Luftverkehrskonzern Europas beschäftigte 2019 rund 135 000 Männer und Frauen.

  • Corona-Infektionen auch in Frankfurter Altenzentrum
    (01.04. 19:30)

Nach mehreren Krankheitsfällen in hessischen Alters- und Pflegeeinrichtungen sind am Mittwochabend auch Coronavirus-Infektionen in einem Frankfurter Altenzentrum der Johanna Kirchner Stiftung bekannt geworden. Ein Sprecher sagte, zwei Bewohner und zwei Mitarbeiter seien positiv getestet worden. Es gebe weitere Verdachtsfälle.

Für die Mitarbeiter sei Quarantäne angeordnet worden. Die positiv getesteten Bewohner werden den Angaben zufolge im Krankenhaus behandelt. Das Gesundheitsamt sei informiert worden und werde am Donnerstag einen flächendecken Test aller Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Wohnbereiche durchführen.

  • Frankfurter Ordnungsamt registriert Verstöße bei Shisha-Bars
    (01.04. 18:15)

Bei den neuen Regelungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise hat das Frankfurter Ordnungsamt vor allem an Kiosken und in Shisha-Bars Verstöße festgestellt. An Kiosken hätten sich bis zu 40 Personen versammelt, die den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hätten, erklärte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) am Mittwoch.

Zudem hätten einzelne Shisha-Bars trotz des Verbots Gäste bewirtet. "Dass an Kiosken das Abstandsgebot nicht eingehalten wird, kann man vielleicht noch Unachtsamkeit und mangelnder Rücksichtnahme zuschreiben. Dass aber Shisha-Bars heimlich geöffnet sind, ist inakzeptabel", sagte Frank.

Im Großen und Ganzen akzeptiere die Bevölkerung offensichtlich aber die präventiven Schutzmaßnahmen. "Die Situation der anfänglichen Menschenansammlungen in Sportparks und auf Spielplätzen hat sich mittlerweile entspannt", so der Dezernent.

  • Ministerpräsident Volker Bouffier äußert sich zu Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht
    (01.04. 16:30)

Laut Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) steigen die Infektionszahlen nach wie vor zu rasch an - außerdem seien die aktuell vorliegenden Zahlen noch nicht valide genug, um sichere Schlüsse ziehen zu können. Laut Bouffier soll es nach Ostern eine neue Zusammenkunft der Ministerpräsidentin und der Kanzlerin geben, um die Situation neu einzuschätzen.

Eine Maskenpflicht wird es nicht geben, schützende Masken sollten zunächst dem medizinischen Personal zur Verfügung gestellt werden. Besorgniserregend sei die rasche Ausbreitung in den deutschen Altersheimen. Daher wird das versuchsverbot auch dort weiterhin bestehen bleiben, um die Insassen zu schützen.

  • Sonntagsfahrverbot für Einzelhandel-Lieferungen aufgehoben
    (01.04. 16:15)

Damit sich während der Corona-Krise die Regale der Supermärkte rasch wieder füllen können, lockert Hessen die Vorgaben für den Lkw-Verkehr noch weiter. Um Lieferengpässen entgegenzuwirken, dürfen ab sofort alle Transporte mit Warenlieferungen für den Einzelhandel auch ohne eine gesonderte Ausnahmegenehmigung an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Bisher galt die Lockerung nur für Lieferungen mit Waren des Trockensortiments, also etwa haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel. Die noch weitergehende Aufhebung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots gilt zunächst bis Ende Juni 2020.

  • Kontaktbeschränkungen über Ostern verlängert
    (01.04. 15:34)

Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern.

Die Bürger "bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren", heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

  • 3.582 Infizierte in Hessen - 26 Tote
    (01.04. 14:40)

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Toten ist in Hessen so stark gestiegen wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vortag kamen acht Tote hinzu. Die Zahl der Todesfälle liegt am Mittwoch bei 26, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilt. Die Zahl der Infizierten steigt auf 3582 an. Das war ein Plus von 281 im Vergleich zum Vortag. Die Stadt Frankfurt meldete am Mittwoch mit 438 Fällen die meisten Infizierten, gefolgt vom Landkreis Groß-Gerau (209) und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (1195).

Die wenigsten Fälle - nämlich 21 - wurden im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis notiert. Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) sprach von einem Abflachen der Steigerungsrate bei den Ansteckungen pro Tag. "Das ist per se eine gute Botschaft, sollte uns aber nicht in trügerischer Sicherheit wiegen." Man müsse sich noch etwas Zeit nehmen, um zu sehen, inwieweit die Maßnahmen in Hessen wirklich wirkten.

  • Bordgastronomie geschlossen - Bahn spendet Lebensmittel an Tafel
    (01.04. 14:10)

In den Bordbistros der Deutschen Bahn gibt es wegen der Coronakrise derzeit Speisen und Getränke nur in Einwegverpackungen und zum Mitnehmen. Frische Speisen können nicht verkauft werden, auch wenn die Vorräte bereits angelegt wurden. Damit Currywurst, Chili und andere Speisen aus der Bordgastronomie nicht verderben, hat das Unternehmen jetzt 600 Kilogramm Lebensmittel an die Frankfurter Tafel gespendet.

  • Start der Spargelsaison - wegen Coronakrise starke Ernteeinbußen
    (01.04. 12:45)

Die Coronakrise wird bei den hessischen Spargelbauern voraussichtlich zu drastischen Ernteeinbußen führen. Er denke, dass aufgrund des Mangels an Erntehelfern höchstens 30 bis 40 Prozent des gewachsenen Spargels geerntet werden können, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt, am Mittwoch. "Das ist für viele Betriebe eine Katastrophe." Mit dem symbolischen Stechen des Edelgemüses startete die hessische Spargelkönigin Saskia I. am Mittwoch die Saison, so früh wie nie in Südhessen.

Der Verkauf des Spargels wird in diesem Jahr Meinhardt zufolge überwiegend über Direktvermarktung laufen, also über die üblichen Verkaufsbuden. "Es ist kein Problem, hierfür Leute zu bekommen", sagte der Spargelbauer.

  • Landwirte suchen Erntehelfer - Skepsis bei Klöckners Vorschlag
    (01.04. 6:12)

Der von der Politik empfohlene Einsatz von fachfremden Erntehelfern erweist sich in der Praxis als problematisch. "Wir sind dankbar für jede helfende Hand, weil wir dringend Unterstützung benötigen. Aber die Idee ist nicht so einfach umzusetzen, wie sich das manch einer denkt", sagte der Sprecher des Hessischen Bauernverbands, Bernd Weber, auf Anfrage in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis). Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte vorgeschlagen, dass beispielsweise Beschäftigte aus der Gastronomie, dem Einzelhandel und anderen wegen der Corona-Krise notleidenden Branchen auf den Feldern eingesetzt werden könnten.

  • Darmstadt 98 fehlen schon fünf Millionen Euro
    (01.04. 4:45)

Wegen des ausgesetzten Spielbetriebs fehlen Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 mittlerweile mehr als fünf Millionen Euro in der Kasse. Dabei handele es sich um "Medien-, Zuschauer- und sonstige Erlöse», sagte Präsident Rüdiger Fritsch. Entsprechend eng müsse der Verein nun den Gürtel schnallen. "Wir haben bereits in den vergangenen Wochen alles heruntergefahren, was nach unten zu fahren ist», sagte er. Das bedeute auch «erhebliche Gehaltsverzichte in allen Bereichen quer durch den Verein». 

  • Ansturm auf Kurzarbeit in Hessen
    (31.03 16:10)

Die Corona-Krise hat in Hessen einen beispiellosen Ansturm auf das Kurzarbeitergeld ausgelöst. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen sind bei den Arbeitsagenturen Anträge aus rund 32.000 Betrieben eingegangen, wie die Regionaldirektion in Frankfurt berichtet. Dahinter steckt mutmaßlich ein Vielfaches von Beschäftigten, die mit der Sozialleistung über die corona-bedingte Zwangspause kommen müssen. 

Die Antragswelle übertrifft diejenige aus der Wirtschaftskrise 2008/2009 bei weitem. Damals waren in Hessen lediglich bis zu 1.470 Anzeigen pro Monat eingegangen. Im Unterschied zu 2009 seien Unternehmen fast aller Branchen und Größenklassen betroffen, berichtete Direktionschef Frank Martin.

  • 3.301 Infizierte in Hessen - 18 Tote
    (31.03. 14:45)

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter an. Am Dienstag meldete das Sozialministerium bis 14.00 Uhr 3301 Fälle, 201 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg in der Statistik des Ministeriums um 4 auf 18.

  • Mehrzahl der Kliniken hat noch freie Beatmungsbetten
    (31.03. 13:20)

Fast alle hessischen Krankenhäuser können auf den Intensivstationen noch Corona-Patienten aufnehmen. Landesweit sind in lediglich drei Kliniken die Beatmungsbetten belegt, wie aus dem Online-Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht.

Sieben weitere der insgesamt 51 darin aufgeführten Krankenhäuser melden begrenzte Kapazitäten an Betten mit invasiven Beatmungsmöglichkeiten. Auch der Gesundheitskonzern Fresenius sprach am Dienstag von einer relativ entspannten Corona-Situation in seinen deutschen Kliniken. Belegt sind den DIVI-Angaben zufolge die Beatmungsplätze im Kettler Krankenhaus in Offenbach, dem Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim (Wetteraukreis) und der Asklepios Klinik in Seligenstadt (Landkreis Offenbach).

  • Uni Gießen stellt Tier-Labore für Corona-Tests zur Verfügung
    (31.03. 12:05)

Die Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) will ihre Labore für Corona-Tests zur Verfügung stellen. Am Institut für Virologie würden Arbeitsplätze bereits entsprechend umgerüstet, teilte die JLU am Dienstag mit. "Dabei wird die Möglichkeit geschaffen, das Virus mit den aktuell verwendeten Testkits nachzuweisen", sagte Dekan Martin Kramer.

Darüber hinaus rief der Fachbereich alle Studenten mit einer pflegerischen oder humanmedizinischen Ausbildung auf, sich im Dekanat zu melden. Sie könnten eingesetzt werden, falls es während der Corona-Pandemie Engpässe in der Krankenpflege oder -versorgung geben sollte.

  • Bundesagentur äußert sich zur Kurzarbeit 
    (31.03. 10:45)

Der massive Ansturm auf Kurzarbeit als eine der Auswirkungen der Corona-Krise wird die Vorlage der März-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) überlagern. BA-Vorstandschef Detlef Scheele wird am Dienstag gemeinsam mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Berlin vor die Presse treten. Erwartet werden dabei auch Aussagen zum Ansturm auf Kurzarbeit. Die März-Zahlen selbst sind zum Stichtag 12. März erhoben und berücksichtigen damit noch nicht die ersten Auswirkungen der Krise.

  • Kriminelle passen Betrugsmaschen an Corona-Krise an
    (31.03. 07:34)

Kriminelle haben bekannte Betrugsmaschen seit Ausbreitung des Coronavirus an die neue Lage angepasst. Seit Beginn der Krise erhielten Senioren etwa Anrufe mit der Nachricht, dass ein angeblich naher Verwandter im Krankenhaus liege und dringend Geld für die medizinische Behandlung benötige, sagte eine Sprecherin des Hessischen Landeskriminalamts (LKA). Dies sei eine neue Version des sogenannten Enkeltricks, mit dem Betrüger vor allem ältere Menschen mit Berichten über angebliche Notlagen naher Angehöriger um ihr Geld zu bringen versuchen.
In einer anderen Betrugsvariante heißt es, Verwandte säßen im Ausland fest, könnten nicht mehr zurückfliegen und benötigten deshalb dringend Geld. "Mit weiteren Abwandlungen des Enkeltricks ist zu rechnen - der Fantasie sind leider keine Grenzen gesetzt", hieß es.

  • Deutsche Bank spendet 375 000 Schutzmasken
    (30.03. 18:05)

Die Deutsche Bank stellt der Stadt Frankfurt kurzfristig 375.000 OP-Masken zur medizinischen Versorgung kostenfrei bereit. Das Gesundheitsamt werde die Masken zuteilen: an Kliniken, Pflegeeinrichtungen und weitere soziale Einrichtungen sowie Behörden mit besonderen Schutzaufgaben, teilte das Geldhaus am Montag mit.

Mit der Spende wolle die Bank in der Corona-Krise "unbürokratisch unterstützen", erklärte Deutsche-Bank-Vize Karl von Rohr. Die Masken stammen den Angaben zufolge aus den Beständen, die die Deutsche Bank im Zuge der Sars-Epidemie angeschafft hatte.

  • 3.100 Infizierte in Hessen - 14 Todesfälle
    (30.03. 15:45)

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen hat die 3000er Marke überstiegen. Registriert wurdenam Montag genau 3.100 bestätigte Fälle, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Damit gab es 157 Infizierte mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf 14.

  • Großer Andrang auf Soforthilfen für kleine Unternehmen
    (30.03. 14:58)

Der Andrang auf staatliche Soforthilfen in der Corona-Krise für kleinere Betriebe mit Finanznot ist in Hessen erwartungsgemäß sehr groß. "Die Zugriffszahlen sind enorm2, sagte eine Sprecherin des hessischen Wirtschaftsministeriums in Wiesbaden.

Die Unternehmen können seit heute online einen Antrag auf die Soforthilfe stellen, federführend ist das Regierungspräsidium Kassel. "Allen Solo-Selbstständigen, Freiberuflern, Künstlern und Kleinunternehmern, die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind, wollen wir nun schnell Liquidität verschaffen", hatte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) erklärt. Die schwarz-grüne Koalition rechnet damit, dass sich weit über 200 000 Betriebe melden.

  • Industriepark Höchst produziert weiterhin Desinfektionsmittel für Krankenhäuser
    (30.03 12:40)

Der Betreiber des Industrieparks Höchst stellt in der Corona-Krise weiter Desinfektionsmittel für Kliniken her. Die Produktion von rund 400 Litern am Tag für Krankenhäuser in der Umgebung werde diese Woche fortgesetzt, sagte ein Sprecher von Infraserv Höchst in Frankfurt. Allerdings seien Rohstoffe dafür knapp, was die Herstellung beschränke. Eine Ausweitung der Produktion sei daher zunächst nicht geplant.

  • Fresenius verschiebt wegen Corona-Krise Hauptversammlung
    (30.03. 9:24)

Der Gesundheitskonzern Fresenius verschiebt wegen der Corona-Krise seine Hauptversammlung. Das für den 20. Mai geplante Aktionärstreffen werde an einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, erklärte das Dax-Unternehmen am Montag in Bad Homburg. Ein neuer Termin werde bekannt gegeben, sobald eine verlässliche Planung möglich sei. Damit verschiebe sich auch die Auszahlung der Dividende. Derzeit gehe es darum, die Pandemie einzudämmen, sagte Fresenius-Chef Stephan Sturm. Die Gesundheit von Beschäftigten und Aktionären gehe vor. Ebenfalls vertagt wird die Hauptversammlung der Dialysetochter Fresenius Medical Care, die für den 19. Mai angesetzt war.

  • Landespolitik steht nach Tod von Minister Schäfer unter Schock
    (30.03. 7:39)

Nach dem plötzlichen Tod von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) muss sich die hessische Landesregierung inmitten der Corona-Krise neu aufstellen. Die CDU um Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird sich erste Gedanken darüber machen müssen, wer die Nachfolge von Schäfer an der Spitze des Finanzministeriums übernehmen könnte. In der derzeitigen Krise ist das Haus ein Schlüsselressort. Eine für diesen Montag (heute) geplante Video-Pressekonferenz mit Bouffier zu einer Freiwilligen-Plattform wurde kurzfristig verschoben.

  • Corona-Krise sorgt für erste Klagen an Verwaltungsgerichten
    (30.03. 5:00)

Vor hessischen Gerichten gibt es die ersten Klagen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Sowohl Firmen als Privatpersonen haben bereits juristische Schritte eingeleitet, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Verwaltungsgerichten (VG) in Hessen zeigt. Die Ziele der Kläger gehen allerdings in völlig unterschiedliche Richtungen. Ein Aktionär will die Hauptversammlung einer Bank verbieten; eine Firma wehrt sich gegen ihre Svhließung. Möglicherweise wird sich auch Hessens oberstes Verwaltungsgericht in Kassel bald mit den Anordnungen zum Schutz vor Covid-19 befassen müssen.

  • Prämien sollen steuerfrei sein - ab Montag Antrag auf Soforthilfe online
    (29.03. 16:03)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will in der Corona-Krise Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1500 Euro steuerfrei stellen. "Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen. Am Montag werde er die entsprechende Anweisung erlassen, versprach Scholz in der "Bild am Sonntag". Viele Arbeitnehmer seien aktuell "täglich im Einsatz unter erschwerten Bedingungen, um uns zu versorgen", sagte der SPD-Politiker. "Dieses Engagement sollten wir honorieren." Als Beispiele nannte er Pflegekräfte, Kassiererinnen im Supermarkt, Ärzte in Krankenhäusern und Lkw-Fahrer.

  • Zahl der Corona-Patienten in Hessen gestiegen
    (29.03. 15:03)

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist am Sonntag erneut gestiegen. Das Sozialministerium in Wiesbaden meldete am Sonntag (Stand 14 Uhr) ein Plus von 167 Fällen gegenüber dem Vortag auf nun 2943. Der Zuwachs fällt damit geringer aus, als die Tage zuvor - jedoch werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden. Beispielsweise wird die Zahl der gemeldeten Infizierten in Frankfurt - wie bereits am Vortag - mit 330 angegeben. Die Zahl der Todesfälle in Hessen, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg um eine Person auf elf.

  • Zustände wie in Italien möglich
    (29.03. 15:03)

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, kann nicht ausschließen, dass sich die Versorgungssituation in der Corona-Krise auch in Deutschland zuspitzen könnte. "Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation", sagte Wieler im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar."

  • Deutsche Post entwickelt Notfallplan
    (29.03. 10:03)

Die Deutsche Post hat laut der „Welt am Sonntag“ einen Notfallplan für den Fall erarbeitet, dass es im Zuge der Coronavirus-Krise zu weiteren Einschränkungen kommt. Die „Notfall Planung Betrieb Covid-19“ liste auf 20 Seiten auf, welche Zustellarbeit in Quarantäne-Gebieten erfolgen könnten. Demnach würden in „geschlossenen Gebieten“ in extremen Situationen lediglich Einschreiben zugestellt. Weiter Post erhalten würden in einem solchen Fall auch sogenannte Postbevorrechtigte wie Regierungsstellen, die Justiz, die Bundeswehr und Gesundheitseinrichtungen.

  • Initiative "Bauer sucht Hilfe"
    (29.03. 09:14)

Hessen sucht Erntehelfer und Verkäufer. Dass die momentane Krise alle Bereiche der Gesellschaft betrifft, ist inzwischen überdeutlich geworden. Auch die Landwirtschaft kämpft mit den Folgen der Corona-Epidemie, denn dringend benötigte Erntehelfer aus dem Ausland kommen zurzeit nicht nach Deutschland. Deswegen liegt es an uns, den regionalen Landwirten unter die Arme zu greifen. Bei Arbeiten wie dem Spargelstechen, Gemüsewaschen oder bald der Erdbeerernte werden viele motivierte und tatkräftige Hände gebraucht. Dabei geht es aber nicht um Urlaub auf dem Bauernhof, sondern um körperliche Arbeit, um in dieser Krise Solidarität zu zeigen und die heimische Landwirtschaft zu unterstützen. Mehr Informationen unter der Plattform: bauersuchthilfe.de

  • Lichter Filmfest in Frankfurt findet online statt
    (29.03. 07:36)

Das Lichter Filmfest in Frankfurt zählt zu den festen Größen im hessischen Kulturleben. Um die diesjährige Ausgabe im April (21. bis 26. April) trotz der Corona-Verordnungen stattfinden lassen zu können, gehen die Organisatoren den digitalen Weg. Rund 20 Programmpunkte werden über eine Video-on-Demand-Plattform abrufbar sein. Der Abruf wird 8 bis 9 Euro kosten und auf 300 Abrufe pro Film limitiert sein.

  • Polizei schafft in Corona-Krise mehr Heimarbeitsplätze
    (29.03. 05:17)

Die hessische Polizei schafft in der Corona-Krise mehr Heimarbeitsplätze für Beschäftigte im Innendienst. Der Schritt zu mehr Telearbeit sei ohnehin geplant gewesen, sagte eine Sprecherin des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Das werde nun aber mit zunehmender Dringlichkeit angegangen. Die hessische Polizei verfüge derzeit über einige tausend Heimarbeitsplätze für ihre Mitarbeiter, erklärte die Sprecherin. Darunter seien auch einige hundert Plätze, die von Angehörigen des Landeskriminalamtes für die Telearbeit genutzt werden. Diese Möglichkeit könnten aber nicht alle der rund 1000 LKA-Beschäftigten aufgrund ihres Aufgabenbereichs nutzen. Das betreffe etwa die Arbeit im kriminaltechnischen Institut. Dort würden viele unterschiedliche Fachgruppen vorwiegend materielle Spuren untersuchen. Die Mitarbeiter seien dabei an verschiedene Räume wie sterile Labore und Instrumente gebunden. Außerdem müsse es natürlich eine Mindestpräsenz von Ermittlern vor Ort geben, um die Funktionsfähigkeit einer Polizeibehörde aufrechtzuerhalten.

  • Neue Infektionen in Hessen
    (28.03. 16:17)

Erneut ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen gestiegen. Das Sozialministerium in Wiesbaden meldete am Samstag (Stand 14.00 Uhr) eine Erhöhung um 384 Fälle gegenüber dem Vortag auf nun 2776. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg demnach um drei auf zehn. Die meisten bestätigten Coronavirus-Infektionen gab es absolut gesehen in Frankfurt mit 330. Dahinter folgen die Landkreise Offenbach (160) und Groß-Gerau (151). Den geringsten Wert hat der Werra-Meißner-Kreis mit 13.

  • Trotz Frühlingswetters kaum Verstöße gegen Kontaktverbot
    (28.03. 14:26)

Trotz frühlingshaften Wetters ist es in Hessen laut Polizei am Samstag zunächst nicht zu größeren Verstößen gegen das Kontaktverbot wegen der Corona-Krise gekommen. "Es gibt zwar immer mal wieder Menschenansammlungen, aber die Leute sind einsichtig, wenn man sie anspricht", erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenbach. Andere Polizeidienststellen äußerten sich ähnlich. Man habe Extra-Kräfte im Einsatz, um das Verbot zu kontrollieren, sagte ein Sprecher in Kassel: "Größere Verstöße gibt es aber nicht." Auch in Fulda, Gießen und Frankfurt hielten sich die Menschen anscheinend an die Regelung.

  • Krise trifft Obdachlose hart
    (28.03. 05:30)

Menschen ohne festen Wohnsitz sind derzeit besonders hart von manchen Auswirkungen der veränderten Lebensweisen durch die Cororna-Krise getroffen. "Vor allem Menschen aus Osteuropa und andere, die auf Betteln und das Sammeln von Pfandflaschen für ihren Lebensunterhalt angewiesen sind, haben jetzt erhebliche Probleme", sagte Stefan Gillich, Referent für Wohnungslosenhilfe bei der Diakonie Hessen. Denn viele dieser Menschen hätten in Deutschland keinen Anspruch auf Grundsicherung.

  • Minister ruft Unternehmen zum Verkauf von Atemschutzmasken auf
    (27.03. 19:42)

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat angesichts der Corona-Pandemie Unternehmen um den Verkauf von Infektionsschutzmaterial an das Bundesland gebeten. Dringend benötigt würden in den Krankenhäusern beispielsweise Atemschutzmasken, Schutzkittel und Einmalhandschuhe, schrieb er Firmen nach Mitteilung vom Freitag. Der Deutschen Presse-Agentur teilte Al-Wazir am Abend mit: "Die ersten haben sich schon gemeldet!" Zudem bat der Minister in seinem Schreiben an Unternehmen, zu prüfen, ob in Ihren Betrieben Produktionslinien, die derzeit stillstehen oder ihre Kapazität nicht ausschöpfen, auf die Herstellung dieser dringend benötigten Artikel umstellen können.

  • Main-Kinzig-Kreis versorgt Praxen mit Schutzausrüstung
    (27.03. 18:02)

Um in der Corona-Krise die drohende Schließung zahlreicher Arztpraxen zu verhindern, mobilisiert der Main-Kinzig-Kreis Reservebestände an Schutzausrüstung. Zuvor seien dringende Appelle des Kreises in Richtung des Bundesgesundheitsministers, in Richtung der Landesregierung und auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung folgenlos geblieben, erklärte der Landkreis am Freitag. Über das Wochenende würden die Reservebestände an Mundschutz, Handschuhen und Kitteln nun den rund 180 niedergelassenen Ärzten zur Verfügung gestellt, die ansonsten in den kommenden Tagen ihren Betrieb eingestellt hätten, hieß es in der Mitteilung.

  • Landrat ruft Bürger zur Erntehilfe auf
    (27.03. 16:46)

Der Landrat des Kreises Bergstraße, Christian Engelhardt (CDU), hat die Menschen aus der Region zur Unterstützung bei der Ernte aufgerufen. Vor allem Erdbeeren, Spargel und Rhabarber müssten in den kommenden Wochen geerntet werden, es fehlten wegen der Covid-19-Pandemie jedoch die Helfer, sagte er am Freitag gegenüber dpa. Mit der derzeitigen Anzahl der Helfer könne höchstens ein Drittel der Ernte eingebracht werden. "Wir brauchen dringend Menschen, die mit anpacken und uns bei der Ernte unterstützen", appelliert er.

  • Experten rechnen mit sinkenden Schadstoffwerten in der Luft
    (27.03. 16:06)

Angesichts einer deutlichen Abnahme des Verkehrs wegen der Corona-Krise rechnen Experten mit sinkenden Schadstoffwerten in der Luft. "Es kann sicher davon ausgegangen werden, dass sich die mit den Einschränkungen einhergehenden Emissionsminderungen, insbesondere des Straßenverkehrs, positiv auf die Schadstoffbelastung der Außenluft auswirken werden", sagte eine Sprecherin des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Freitag in Wiesbaden. Für eine genaue Bewertung der Situation sei es aber noch zu früh.

  • Mehr als 500 Menschen in Hessen wegen Covid-19 im Krankenhaus
    (27.03. 15:22)

Mehr als 500 Menschen in Hessen liegen wegen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 im Krankenhaus. Das teilte das hessische Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Die Zahlen stammen vom Donnerstag. Von den 527 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung wurden 405 in normalen Pflegebetten betreut. 88 lagen auf Intensivstationen und werden beatmet. 34 weitere lagen zwar in Intensivbetten, mussten aber nicht beatmet werden. Am Freitag gab es in Hessen 2392 bestätigte Corona- Fälle, sieben Menschen sind inzwischen an der Krankheit gestorben.

  • Verkehr auf Hessens Autobahnen nimmt bis zu 70 Prozent ab
    (27.03. 14:12)

Nachdem das soziale Leben in Hessen wegen der Corona-Pandemie stark eingeschränkt wurde, hat der Verkehr auf den Autobahnen im Land deutlich abgenommen. Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil bezifferte am Freitag in Wiesbaden den Rückgang je nach Autobahn auf 30 bis 50 Prozent. Am vergangenen Sonntag fuhren sogar rund 70 Prozent weniger Fahrzeuge als an einem Vergleichstag. Zudem seien seit der Schließung der Schulen und Kindergärten am Montag vergangener Woche keine nennenswerten Staus mehr beobachtet worden.

  • 10.500 Betten in hessischen Krankenhäusern frei
    (27.03. 13:02)

In den hessischen Krankenhäusern sind nach Angaben von Sozialminister Kai Klose (Grüne) aktuell 10 500 Betten frei. Das seien deutlich mehr als sonst im Durchschnitt, sagte der Minister am Freitag in Wiesbaden. "Wir bereiten die Krankenhäuser auf den erwarteten Anstieg der Covid-19-Patienten vor. Die freien Kapazitäten seien die Folge der vor zwei Wochen getroffenen Entscheidung, planbare Operationen zu verschieben.

  • Notbetreuung wird ausgeweitet
    (27.03. 12:45)

Die Notbetreuung für Kindergarten- und Schulkinder wird ausgeweitet. Das haben Kultusminister Alexander Lorz (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Freitag in einer Pressekonferenz angekündigt. Die Notbetreuung von Kindern berufstätiger Eltern an Hessens Schulen und Kindertagesstätten wird auch während der Osterferien aufrechterhalten. Der erste Tag der zweiwöchigen Osterferien in Hessen ist am 6. April Für Kindergartenkinder soll es eine Ferienbetreuung geben und zusätzlich für medizinisches Personal eine Betreuung an den Wochenden und Feiertagen.

  • Große Spendenbereitschaft für Corona-Fonds
    (27.03. 12:02)

Binnen einer Woche haben Bürger, Unternehmer und Institutionen eine Million Euro für den Corona-Fond der Frankfurter Goethe-Universität gespendet. Fünf Millionen Euro sollen es insgesamt werden. Man erfahre eine "Woge der Hilfsbereitschaft", berichtete die Hochschule am Freitag. Das Geld soll vor allem der Forschung und Entwicklung in Virologie und Intensivmedizin zugute kommen. Es wird aber auch für Schutzausrüstung, Patientenversorgung oder Schulungen gebraucht. Den Grundstock bildeten 250 000 Euro, die vergangene Woche aus dem Johanna-Quandt-Jubiläumsfonds für die Covid-19-Forschung bereitgestellt worden waren. Die bisher größte Zuwendung mit insgesamt 600 000 Euro kam von dem Bad Homburger Unternehmer Stefan Quandt. Gespendet werden kann über die Spendenplattform "Betterplace".

  • Immer mehr Gastronomen steigen wegen Corona-Krise ins Liefergeschäft ein
    (27.03. 7:05)

Im Kampf um ihre Existenz in der Corona-Krise bauen viele Gastronomen in Hessen Lieferdienste auf. Der abrupte Einstieg in das Geschäft stellt die Wirte vor Herausforderungen, denn seit gut einer Woche müssen Lokale in Hessen geschlossen bleiben. Erlaubt ist aber noch, Speisen abzugeben und zu bringen. Im notgedrungenen Einstieg ins Liefergeschäft sehen viele Gastronomen, die bislang kein Bring-Angebot hatten, eine Chance, durch die Krise zu kommen. In Gießen haben sich mehr als ein Dutzend Gastronomen zusammen getan und die Webseite "Gießen teilt aus" gegründet, wo ihre Angebote gebündelt werden. Die Idee dahinter: Nur gemeinsam könne man die Krise überstehen.

  • Neue Plattform: Onlinesuche nach Verfügbarkeit von Intensivbetten
    (26.03. 21:04)

In Deutschland sind kurzfristig weit mehr als 10.000 freie Intensivbetten zur Behandlung von schwer erkrankten Virus-Patienten verfügbar. Jetzt gehe es an die Koordination dieser Betten. Dazu hat die Vereinigung mit Hilfe des Bundesministerium für Gesundheit die Online-Plattform "Divi Intensivregister" zur Verfügbarkeit und Verteilung von Intensivbetten geschaffen. Bereits 670 Kliniken in Deutschland sind registriert, das sind etwa 60 Prozent aller Krankenhäuser. Wer als Krankenhaus bei der Versorgung von Intensvipantienten an seine Kapazitätsgrenzen stößt, kann sich auf der Plattform "Divi- Intensivregister" informieren. Und das auf einen Blick. Aufgelistet sind alles registrierten Krankenhäuser mit Intensivbetten, markiert durch ein simples: verfügbar, begrenzt, ausgelastet

  • Kundin ohrfeigt Verkäuferin wegen Toilettenpapier
    (26.03. 19:46)

Aus Furcht, beim Kauf von Toilettenpapier zu kurz zu kommen, hat eine Frau in Frankfurt einer Verkäuferin eine Backpfeife verpasst. Das teilte die hessische Polizei am Donnerstag mit. Die Verkäuferin hatte die Kundin der Hygienevorschrift gemäß am Mittwoch gebeten, am Eingang einer Drogerie zu warten. Dadurch habe sich die 51-Jährige gegenüber anderen Kunden wohl benachteiligt gesehen und der 26-Jährigen ins Gesicht geschlagen und sie gestoßen, hieß es. Die Mitarbeiterin wurde leicht verletzt. Als Grund gab die Kundin an, sie habe befürchtet, kein Toilettenpapier zu bekommen. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Körperverletzung ein.

  • Pflegeheim nach Corona-Infektion einer Mitarbeiterin unter Quarantäne
    (26.03. 18:54)

Nach der Infektion einer Mitarbeiterin mit dem Coronavirus ist ein Altenpflegeheim in Herborn unter Quarantäne gestellt worden. Derzeit gebe es in der Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zehn Verdachtsfälle, also Menschen, die sich ebenfalls mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert haben könnten, teilte der Lahn-Dill-Kreis am Donnerstagabend der dpa mit. Die Mitarbeiterin des DRK-Pflegeheims befinde sich in häuslicher Isolation, und die Bewohner seien in ihren Zimmern unter Quarantäne gestellt worden. Insgesamt leben dort rund 30 Menschen in der Einrichtung. Das Pflegeheim müsse nun Schleusen errichten und sicherstellen, dass niemand das Heim betrete, der nicht unmittelbar für die Versorgung und den Betrieb zuständig sei.

  • Merck und Henkell spenden 45000 Liter Desinfektionsmittel
    (26.03. 17:26)

Die Unternehmen Merck und Henkell Freixenet spenden im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie rund 45 000 Liter Desinfektionsmittel für Wiesbadener Krankenhäuser. Eine entsprechende Vereinbarung der in Wiesbaden ansässigen Merck Performance Materials und der Sektkellerei wurde am Donnerstag unterzeichnet, wie beide Unternehmen seitens der dpa mitteilten. Henkell spende den benötigten reinen Alkohol, während Merck an seinem Produktionsstandort die Weiterverarbeitung übernehme.

  • Seniorin mit Virus in Hanau gestorben
    (26.03. 16:46)

Eine über 90 Jahre alte Frau ist am Donnerstag in Hanau nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Seniorin habe sich in häuslicher Quarantäne befunden, teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) mit. An dieser Stelle übte Kaminsky nochmals Kritik, Hanau warte auf Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Jugendamt, Feuerwehr, Arztpraxen und deren Mitarbeiter, die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zugesagt worden waren.

  • Wissenschaftler starten "Corona-Archiv"
    (26.03. 15:03)

Wissenschaftler aus Gießen, Bochum und Hamburg haben das Projekt "Corona-Archiv" gestartet, das die Pandemie aus Sicht der Bürger dokumentieren soll. Jeder sei aufgerufen, sich zu beteiligen, erklärten die Hochschulen gemeinsam am Donnerstag. Texte, Fotos, Sounds und Videossollen für die Zukunft gesichert werden. Das digitale Archiv soll eine spätere Rückschau auf die Ereignisse des Jahres 2020 ermöglichen und für die künftige Forschung zur Verfügung stehen.

  • Uni-Team entwickelt neue Beatmungsgeräte
    (26.03. 13:24)

Kreative Köpfe des Universitätsklinikums Gießen und Marburg haben binnen weniger Tage kostengünstige Beatmungsgeräte als Hilfsmittel in der Corona-Pandemie entwickelt. Die Varianten könnten aus Geräten gegen Atemstillstände bei Schlafenden oder Beatmungsbeutel und einigen Teilen aus dem Baumarkt und Elektrohandel schnell und vergleichsweise günstig produziert werden, teilte das Hessische Wissenschaftsministerium am Donnerstag der dpa mit. Sie sollten in der Corona-Pandemie zum Einsatz kommen können, falls in den Kliniken die Patientenzahlen steigen und die Zahl regulärer Beatmungsplätze nicht ausreicht.

  • Hessen nimmt 14 schwerkranke Patienten auf
    (26.03. 12:48)

Hessen nimmt 14 schwerkranke Covid-19-Patienten aus Italien und Frankreich auf. Zehn Kranke stammen aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna in Italien und vier aus der französischen Region Grand Est, wie die Staatskanzlei am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zu der einmaligen Aktion habe sich die Landesregierung auf Bitten von italienischer und französischer Seite entschlossen. "In der Krise stehen wir zusammen", erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). "In diesen schweren Zeiten zeigt sich wahre Freundschaft." Die Patienten sollen landesweit auf mehrere Krankenhäuser verteilt und dort notmedizinisch behandelt werden. Mit der Emilia-Romagna verbinde Hessen eine jahrzehntelange Partnerschaft und auch die Beziehungen zwischen Hessen und Frankreich seien sehr eng, erklärte die Staatskanzlei.

  • Supermarktketten schenken ihren Angestellten Bonus-Gutscheine
    (26.03. 12:37)

Verschiedene Supermärkte planen jetzt Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für ihren Einsatz während der letzten Wochen. "Das sind schnelle und unbürokratische erste Sofortmaßnahmen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Botschaft zu geben: Wir sagen nicht nur Danke für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise", betonte zum Beispiel der Unternehmenssprecher von REWE gegenüber der dpa. Auch die Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) belohnt ihre Mitarbeiter in Deutschland für ihren außergewöhnlichen Einsatz in der Coronavirus-Krise. Jeder Mitarbeiter in der Filiale, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben erhält im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro – als Warengutschein. Insgesamt nehmen Lidl und Kaufland rund 35 Millionen Euro für diese Maßnahme in die Hand. Rund 140 000 Beschäftigte von Europas größtem Handelsunternehmen bekommen das Geschenk.

  • Über 1.000 Frankfurter Medizin-Studenten wollen helfen
    (26.03. 12:00)

Die Resonanz auf den Aufruf des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität ist groß: Über 1.000 angehende Mediziner ihre Hilfe in der Corona-Krise angeboten, so die Universität. Das seien fast alle der Studierenden, die momentan in Frankfurt sind. Die Studierenden könnten je nach Ausbildungsstand gewisse Bereiche in der Uni-Klinik unterstützen, zum Beispiel als Helfer in der Krankenpflege Blut abnehmen.

  • Condor beginnt Kurzarbeit
    (26.03. 10:45)

Die Ferienfluggesellschaft Condor will einen großen Teil ihrer Belegschaft wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit schicken. Mit den Gewerkschaften seien für alle Berufsgruppen Vereinbarungen erzielt worden, erklärte eine Sprecherin in Frankfurt. Auch habe man wie andere Fluggesellschaften auch zusätzliche Staatshilfen beantragt. Der genaue Umfang der Kurzarbeit werde später festgelegt, sagte die Sprecherin. Sie soll in allen Bereichen des Unternehmens mit knapp 5.000 Beschäftigten greifen.

  • Besuchsverbot in hessischen Gefängnissen
    (26.03. 08:08)

Unter den Häftlingen in hessischen Gefängnissen gibt es bislang keinen nachgewiesenen Fall einer Coronavirus-Infektion. "Damit dies hoffentlich so bleibt, haben wir derzeit ein Besuchsverbot verhängt", teilt ein Sprecher des Justizministeriums in Wiesbaden auf Anfrage mit.

Besuch von Anwälten oder den Konsulaten sei jedoch noch möglich. "Zur Kompensation dürfen die Häftlinge länger telefonieren, auch Videotelefonie kann in einzelnen Fällen ermöglicht werden", erläuterte der Sprecher. In Hessen gibt es nach Angaben des Justizministeriums rund 5800 Haftplätze. Durchschnittlich seien in den Gefängnissen rund 4700 Häftlinge.

  • Handgreiflichkeiten an Supermarktkasse
    (25.03. 18:44)

In Raunheim kam es am Mittwoch an einer Supermarktkasse zu Handgreiflichkeiten. Nach derzeitigem Kenntnisstand hatte ein 47-Jähriger den Eindruck, dass der Abstand zwischen ihm und zwei weiteren Männern im Kassenbereich zu gering war.

Im Zuge der verbalen Streitigkeiten sollen die beiden 19 Jahre alten Tatverdächtigen auf den 47-Jährigen losgegangen sein. Der Mann wurde ärztlich versorgt und nach ersten polizeilichen Erkenntnissen leicht verletzt.

Die Ermittlungen hierzu dauern an. Die Polizei in Rüsselsheim hat ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen die beiden 19 Jahre alten Männer eingeleitet.

  • Zahl der Corona-Infizierten steigt auf rund 1900
    (25.03. 15:41)

In Hessen haben sich weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt bei 1.909, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilt. Damit gibt es 292 mehr Infizierte als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, steigt auf sechs. Die Stadt Frankfurt meldet mit 212 Fällen die meisten Infizierten, gefolgt vom Landreis Groß-Gerau (118) sowie den Kreisen Limburg-Weilburg und Fulda (beide 110).

  • Ärzte im Ruhestand bieten Hilfe an
    (25.03. 12:18)

Auch aus dem Ruhestand bieten derzeit Ärzte in Hessen ihren Kollegen Unterstützung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an. "Wir erhalten täglich viele freundliche Angebote", sagte eine Sprecherin der Hessischen Landesärztekammer. In Absprache mit dem Sozialministerium und anderen Partnern baue die Kammer seit Montag eine Datenbank auf, um darin die eingehenden Unterstützungsangebote systematisch zu erfassen und bedarfsgerecht als ein Angebot-Pool den "aktiven" Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung zu stellen, hieß es.

  • Olympia-Verschiebung beinträchtigt Familienplanung von Frankfurter Atlethin
    (25.03. 11:03)

Die Verschiebung der Olympischen Spiele verändert auch die Familienplanung von Marathonläuferin Katharina Steinruck. Die Frankfurterin hatte die Qualifikation für Tokio praktisch sicher, für 2021 stand eigentlich etwas anderes im Mittelpunkt. "Ich werde 31 Jahre alt und möchte Kinder haben", sagte sie der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Ihre Mutter und Trainerin Katrin Dörre-Heinig hatte 1988 in Seoul Olympia-Bronze im Marathon gewonnen.

  • Größter Hessischer Vermieter unterstützt seine Mieter
    (25.03. 6:59)

Auch die Nassauische Heimstätte als größter Vermieter Hessens will ihren Mietern in der Corona-Krise helfen. In der nahen Zukunft wird es keine Räumungen geben; Mieter, die gekündigt haben, können vorerst bleiben. Außerdem verschiebt die Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft, an der das Land Hessen den mehrheitlichen Anteil hat, Mieterhöhungen und bietet Mietern mit Zahlungsschwierigkeiten individuelle Hilfe.

  • Corona-Krise trifft auch Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge
    (25.03. 04:30)

Auch die Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge des Landes Hessen in Gießen ist von der Corona-Krise betroffen. Bislang gebe es drei positiv getestete Bewohner, hieß es beim Regierungspräsidium Gießen mit Stand Dienstag. "Alle drei Personen sind umgehend isoliert und versorgt worden und zeigen bisher nur leichte Symptome." Auch Kontaktpersonen seien von den übrigen Bewohnern getrennt untergebracht worden.

  • 36 Bürgermeisterwahlen verschoben
    (24.03. 17:34)

Wegen der Corona-Pandemie werden in Hessen 36 Bürgermeisterwahlen auf frühestens 1. November verschoben. Die Abstimmungen waren ursprünglich an Sonntagen zwischen dem 26. April und 25. Oktober geplant. Mit der Verschiebung werde eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung durch das hochinfektiöse Corona-Virus in den Wahllokalen verhindert, erläuterte Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden.

Folgende Wahlen werden verschoben:

26.04.2020
· Gladenbach
· Lauterbach
· Limeshain
· Münster
· Steinau an der Straße
· Walluf

03.05.2020
· Neukirchen

10.05.2020
· Rodenbach
· Wesertal

17.05.2020
· Helsa
· Sontra

24.05.2020
· Gersfeld

07.06.2020
· Cornberg
· Hochheim am Main
· Kalbach
· Reinhardshagen
· Vellmar

14.06.2020
· Kelsterbach

21.06.2020
· Bensheim
· Reichelsheim (Odenwald)

05.07.2020
· Gemünden (Wohra)

23.08.2020
· Dipperz
· Haunetal
· Stockstadt am Rhein

30.08.2020
· Elbtal
· Hofgeismar

06.09.2020
· Eppertshausen
· Wartenberg

13.09.2020
· Meißner
· Niederaula
· Zierenberg

27.09.2020
· Babenhausen
· Calden

25.10.2020
· Ahnatal
· Burghaun
· Neuberg

  • Uniklinikum Frankfurt richtet eigene Klinik für Corona-Patienten ein
    (24.03. 15:35)

Wegen weiter steigender Infektionszahlen bereitet sich das Uniklinikum Frankfurt (KGU) auf die Versorgung einer großen Zahl an Covid-19-Patienten vor. In einem von den übrigen Bereichen abgetrennten Gebäude soll dazu eine organisatorisch eigenständige Klinik betrieben werden, wie das Uniklinikum mitteilte. In ihr sollen mit dem Coronavirus infizierte Menschen räumlich getrennt von den übrigen Patienten behandelt werden.

Die derzeit in Haus 23 untergebrachten Patienten werden den Angaben zufolge in andere Gebäude verlegt oder entlassen. "Es handelt sich um eine in der Geschichte unseres Hauses einmalige Umstrukturierung", sagte der Ärztliche Direktor des KGU, Professor Jürgen Graf. Die Planungen für die Umstrukturierung seien bereits abgeschlossen. Die Patienten würden noch im Laufe dieser Woche entsprechend verlegt.

  • 5 Tote - mehr als 1.600 Infizierte in Hessen
    (24.03. 14:53)

Das Coronavirus breitet sich in Hessen weiter aus. Am Dienstagmittag liegt die Zahl der gemeldeten Infizierten bei 1617, das sind 265 Fälle mehr im Vergleich zum Montag, wie das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mitteilt. Die Zahl der bekannten Todesopfer liegt bei fünf.

  • Polizei beendet Corona-Party in Dillenburg
    (24.03. 13:09)

Noch immer gibt es Menschen, die sich nicht an das Kontaktverbot zur Eindämmung des Coronavirus halten wollen. Gegen fünf Männer und zwei Frauen wurde nun Anzeige erstattet. Sie hatten am Abend am Bahnhof in Dillenburg gefeiert und sich zunächst nicht von der Polizei verscheuchen lassen. Auf die Maßnahmen der Beamten reagierten sie aggressiv und widerwillig.

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