Studie aus Darmstadt: Zusammenrücken für mehr Wohnraum

Am 04.03.2019 veröffentlicht

Mehr als hunderttausende Wohnungen könnten entstehen, wenn die Dachflächen von Supermärkten, Parkhäusern oder Bürogebäuden genutzt werden. Das geht aus einer aktuellen Studie der TU Darmstadt hervor. Diese Nachverdichtung könnte die Zukunft unserer Städte sein.

Aufstocken, Baulücken schließen und Wohnungen erweitern - so könnten alleine im Rhein-Main-Gebiet über 300.000 neue Wohnungen entstehen, deutschlandweit sogar bis zu 2,7 Millionen. Die Maria Rosenkranz-Kirche in Frankfurt-Seckbach ist ein Beispiel dafür. Statt rund 300 Sitzplätzen gibt es nun nur noch die Hälfte. Mitten in die Kirche wurde ein neues Haus gebaut: Darin gibt es Platz für Gruppenräume und einen kleinen Saal. Vor der Kirche ist nun Platz, dort standen Gemeinderäume, ein alter Kindergarten und das Küsterhaus. Bald sollen dort 38 Wohnungen, teils gefördert, für bezahlbare Mieten entstehen.

Dieses Konzept ist im Sinne von Karsten Tichelmann. Der Architektur-Professor an der Technischen Universität Darmstadt schlägt vor, Geschäfte oder Parkhäuser aufzustocken. Es soll ein neuer Mix entstehen aus Nahversorgung und Wohnen. "Es wird so viel Wohnraum gesucht, vor allem die nächste Generation muss hier bleiben können. Die Alternative, nichts zu machen, wäre verantwortungslos. Ich bin dafür solche Projekte auszuprobieren", so Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Mehr zu dem Konzept erfahren Sie im Video von Benjamin Holler.

 

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