Mordprozess: Ehepaar tötet eigene Kinder

Am 22.03.2019 veröffentlicht

Fast sieben Monate nach dem Fund zweier toter Kinder in einem brennenden Haus in Südhessen, beginnt der Prozess gegen deren Eltern. Das Ehepaar steht am Freitag vor dem Landgericht Darmstadt. Die Staatsanwaltschaft hat den 59 Jahre alten Vater und die 46-jährige Mutter wegen Mordes angeklagt. Außerdem wird dem Paar besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen. 

Durch einen ausschweifenden Lebenstil und Zahlungs-Rückforderungen geriet das angeklagte Ehepaar immer mehr in finanzielle Not. Erst wird ihre Praxis geschlossen, danach ihr Haus im südhessischen Mörlenbach versteigert. In der Nacht vor der Zwangsräumung fassen der 59 Jahre alte Werner H. und seine 46-jährige Frau Christiane H. den Entschluss sich und ihre beiden Kinder umzubringen. 

Um der anstehenden Zwangsräumung zu entgehen soll der Vater seine beiden Kinder hintereinander mit einem Hammer erschlagen haben. Danach setzte er das Haus in Brand. Der Kieferchirurg und die Zahnärtzin wollten sich mit Schlaftabletten und Autoabgasen selbst umbringen, konnten aber noch rechtzeitig von der Feuerwehr gerettet werden. 

Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes und gefährlicher Brandstiftung droht den beiden eine lebenslange Haftstrafe. Ein Urteil wird Anfang Mai erwartet. Unser Report Andreas Schopf berichtet.

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