Brandstiftung als Arbeitsbeschaffung: Offenbacher Feuerwehrmänner verurteilt

Am 21.07.2020 veröffentlicht

Feuerwehrmänner legen einen Brand, um dann hinterher als Helden das Feuer zu löschen und womöglich sogar Menschenleben zu retten. Das war offensichtlich auch das, was zwei junge Männer der Freiwilligen Feuerwehr in Offenbach erreichen wollten. Wegen schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung sind der 21- und der 22-Jährige  vom Landgericht Darmstadt zu je vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Lisa Uriel berichtet im Video von der Verhandlung.

Die beiden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr hatten gestanden, in der Nacht zum 31. Oktober 2019 in Offenbach einen Kellerbrand in einem achtstöckigen Hochhaus gelegt zu haben. Nach eigenen Angaben wollten sie endlich mal an einem größeren Löscheinsatz teilnehmen. Von der Brandstiftung gibt es aber auch ein Überwachungsvideo. Das Feuer war schwer zu löschen, der Einsatz der Berufsfeuerwehr und zweier Freiwilligen Wehren dauerte elf Stunden. Drei Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen.

 

Empfohlene Kanäle