Urteil in Darmstadt: Pitbull greift zweijährige Tochter an

Am 06.02.2019 veröffentlicht

Die beschuldigten Eltern sollen ihre 2-jährige Tochter im August 2018 mit dem eigenen Pitbull-Mischling in ihrer Wohnung alleine gelassen haben. Weil der Hund die Tochter schwer am Auge verletzte, wird den Eltern fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Am Mittwoch wurde im Darmstädter Amtsgericht ein Urteil gefällt.

Das Paar holte den Hund circa zwei Wochen vor dem Vorfall zur Probe zu sich nachhause. Der Hund verstand sich bis dahin sehr gut mit den Kindern. Laut Eltern bestand kein Grund zur Sorge, obwohl der aus Ungarn stammende Hund früher misshandelt wurde um für Hundekämpfe ausgebildet zu werden. Des Weiteren stellte sich heraus, dass die angegebene Rasse des Hundes „American Old Englisch Bulldog“ falsch war. Papiere und Chip des Hundes wurden mutmaßlich vom Vorbesitzer gefälscht.

Im Prozess, zeigte sich dass die Tochter nicht wie gemutmaßt alleine mit dem Hund in der Wohnung war, sondern dass auch der Vater und eine Nachbarin anwesend waren. Der mutmaßliche Angriff ereignete sich allerdings so unvorhergesehen, dass die Anwesenden nicht eingreifen konnten.
Die Eltern haben daraufhin den Notarzt alarmiert und das Kind musste notoperiert werden.

Mildes Urteil

Da hinter den Beweggründen kein böser Wille stand, die Beschuldigten Einsehen zeigten und letztendlich als Eltern der Geschädigten auch betroffen sind, wurde von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt lediglich eine Verwarnung von einem Jahr auf Bewährung ausgesprochen.
Das Mädchen trägt keine Folgeschäden davon. Der Hund wurde nach der Attacke von der Polizei in Gewahrsam genommen und anschließend im Tierheim untergebracht.

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