Eine Zoll-Beamtin kontrolliert aromatisierte Tabake. Sie sind hier verbotenerweise nicht einzeln verpackt und tragen kein Siegel. Foto: Hauptzollamt Darmstadt

Kontrollen in Darmstadt: Shisha-Bars im Visier

Shisha-Bars sind vor allem bei jungen Leuten beliebt. Doch die Chillout-Lounges mit ihren Wasserpfeifen sind in der Kritik: Die Betreiber versteuern selten den Tabak. Der Zoll kündigt scharfe Kontrollen an.

"In den vergangenen Jahren schießen Shisha-Bars wie Pilze aus dem Boden", sagt Olaf Scheffler vom Zoll in Darmstadt. Besonders junge Menschen träfen sich gerne in den Bars, um dort Wasserpfeife mit unterschiedlichsten Aromen zu rauchen. Nun möchte das Darmstädter Hauptzollamt verstärkt solche Lokale kontrollieren. Vergangenes Jahr war jede Kontrolle ein 'Treffer'. Die Beamten stellten oft unversteuerten Tabak sicher.

"Leider müssen wir bei einem Großteil der Kontrollen Verstöße gegen rechtliche Bestimmungen feststellen. Daher möchten wir im Vorfeld mehr informieren und verstärkt die Einhaltung der Gesetzesvorgaben vor Ort in den Bars kontrollieren", sagt Olaf Scheffler. Die Betreiber sollten darauf achten, dass nur Wasserpfeifentabak verkauft werden darf, der in Deutschland versteuert und an dem ein Steuerzeichen ordnungsgemäß angebracht wurde.

Nur eine kontrollierte Bar hielt sich an die Regeln

"Wir haben tatsächlich erst bei einer einzigen Bar festgestellt, dass diese ihr Angebot nach wiederholter Kontrolle des Zolls umgestellt hat und sich nun an die rechtlichen Vorgaben hält", sagt Scheffler. "Hier wird nun nur noch Tabak in Kleinverkaufspackungen angeboten."

Zum Gebiet des Darmstädter Hauptzollamtes gehören auch die Städte Frankfurt und Wiesbaden und reicht vom Rheingau bis in den Main-Kinzig-Kreis sowie komplett Südhessen. In dem Bereich gibt es mittlerweile hunderte Shisha-Bars.

 
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