Das geplante Risiko: Wunsch-Kaiserschnitt immer beliebter

Am 21.03.2018 veröffentlicht

90 Prozent der Kaiserschnitte, die gemacht werden, sind medizinisch eigentlich nicht nötig. Das hat die Techniker Krankenkasse in ihrem aktuellen Geburtenreport herausgefunden. Immer häufiger entscheiden sich werdende Mütter bewusst für einen Kaiserschnitt. Doch das ist nicht immer gut für die Gesundheit des Kindes. Warum sich viele Frauen gegen eine natürliche Geburt entscheiden und was Ärzte dazu sagen, sagen Ihnen Kathrin Ebeling und Sarah Thömmes.

Was passiert bei einem Kaiserschnitt?

Beim Kaiserschnitt, auch Schnittentbindung, Sectio caesaria oder kurz Sectio genannt wird der Fötus per operativem Eingriff auf die Welt gebracht. Bei der Operation setzt der Chirurg einen Schnitt in der Bauchdecke und der Gebärmutter und entbindet den Fötus durch diese Öffnung. Der Eingriff selbst dauert etwa 15 bis 30 Minuten.

Wann entscheidet Arzt oder Schwangere sich für einen Kaiserschnitt?

Es gibt medizinische Gründe, die einen Kaiserschnitt notwendig machen - hier unterscheidet man zwischen einem geplanten Kaiserschnitt (primäre Sectio) und der sekundären Sectio, dem erforderlichen Kaiserschnitt, nachdem bereits die vaginalen Geburt begonnen hat.
Es gibt aber auch den Wunschkaiserschnitt ohne medizinische Indikation, bei dem sich Eltern aus persönlichen Gründen für die OP und gegen eine natürliche Geburt entscheiden.

Welche medizinischen Gründe machen einen Kaiserschnitt notwendig?

z.B. Querlage des Kindes, Missverhältnis zwischen der Größe des Kindskopfes und des mütterlichen Beckens, Beckendeformitäten der Mutter, (drohendes) Einreißen der Gebärmutter, vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens, Fehllage des Mutterkuchens vor dem Gebärmutterhals

(Quelle: netdoktor.de)

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