Dicke Luft im Frankfurter Hochhaus: Mieter und Schader-Stiftung im Konflikt

Am 09.11.2018 veröffentlicht

Das Brentano-Hochhaus in der Frankfurter Thudichumstraße 18-22 machte im aktuellen Jahr vermehrt durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Extreme Belästigungen durch Bauarbeiten hatten dazu geführt, dass die Bewohner des Hauses sich im Herbst letzten Jahres dazu gezwungen sahen zu protestieren. Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, konfrontierten die Bewohner jetzt die Mitarbeiter der Schaderstiftung mit Flugblättern.

Besagte Stiftung unterstützt die Gesellschaftswissenschaftliche Forschung. Dafür nutzt sie als Eigentümerin die Mieteinahmen aus dem Brentano-Hochhaus. "Wir wohnen seit eineinhalb Jahren auf einer Baustelle", sagt eine der betroffenen Bewohnerinnen am Freitagvormittag und drückt einem Mitarbeiter der Stiftung einen Flyer in die Hand. Dadurch wollen die Bewohner Öffentlichkeit erzeugen und die Verantwortlichen ihrer Probleme wachrütteln.

Der Hintergrund

Im Hochhaus herrschen prekäre Umstände: Sechs Tage die Woche würden die Bewohner mit Baulärm belästigt, Strom und Wasser fallen aus, die Aufzüge funktionierten nicht und Asbestplatten hingen von den Decken. Grund für die Sanierungsarbeiten war es, die Sicherheit des Hochhauses zu erhöhen und aktuelle energetische Standards sowie Brandschutzmaßnahmen einzuhalten. Allerdings fühlen sich die Anwohner der 120 Wohnungsparteien extrem belästigt.

 

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