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Entscheidung gefallen: Variante IV wird neue ICE-Strecke Gelnhausen-Fulda

Die Entscheidung zum Verlauf der neuen ICE-Trasse zwischen Gelnhausen und Fulda ist gefallen. Die Verlaufsvariante IV wird gebaut. Dabei gibt es gegen die beiden vorliegenden Verlaufsvarianten IV und VII massiven Widerstand.

"Engpass auflösen, Kapazität erhöhen, Qualität verbessern", das will die Deutsche Bahn mit dem Neubau einer ICE-Strecke zwischen Hanau und Fulda erreichen. Die Strecke ist eine der wichtigsten, aber auch am stärksten befahrenen Bahnstrecken Deutschlands. Auf den vorhandenen Gleisen verkehren Tag für Tag zwischen 250 und 300 Nahverkehrs-, Fernverkehrs- und Güterzüge. Um die Belastung der Strecke zu verringern, soll eine neue ICE-Trasse gebaut werden.

Die Deutsche Bahn hat sich für Verlaufsvariante IV auf der geplanten Neu- und Ausbaustrecke zwischen Gelnhausen und Fulda entschieden

Dabei handelt es sich um eine 44 Kilometer lange Trasse vorbei an Bad Soden-Salmünster und Schlüchtern, die bei Mittelkalbach an die Schnellfahrstrecke nach Fulda anknüpft, wie die Bahn am Freitag in Wächtersbach bekanntgab. Die Fahrzeit im Personenverkehr werde zwischen Frankfurt und Fulda auf der neuen Trasse um elf Minuten verringert. Die gesamte Fahrstrecke umfasst 59,4 Kilometer und beinhaltet den längsten Tunnel aller Varianten, eine 9,5 Kilometer lange Röhre zwischen Schlüchtern und Mittelkalbach. Die Variante IV sei nach Abwägung aller Vor- und Nachteile der untersuchten Streckenvarianten die beste Lösung, hieß es. Sie habe sehr geringe Auswirkungen auf Mensch und Umwelt und entlaste die Gemeinden im Kinzigtal vor allem vom Güterverkehrslärm.

Streckenbau soll 2023 starten

Die Bahn plant mit dem Bau der Trasse 2023 beginnen zu können. Insgesamt würde die Bauzeit ca. 10 Jahre dauern und mehrere Milliarden Euro kosten. 

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