Urteil im Schiri-Prozess in Dieburg: 15 Monate Haft auf Bewährung für Spieler

Am 25.06.2020 veröffentlicht

Im Prozess um eine Prügel-Attacke auf einen Schiedsrichter in Münster (Kreis Darmstadt-Dieburg) ist das Urteil gefallen: Ein Jahr und drei Monate Haft auf Bewährung für den angeklagten Fußballer - wegen gefährlicher Körperverletzung.

Ende Oktober 2019 hatte der 28-jährige Spieler vom FSV Münster bei einem Kreisligaspiel den Schiedsrichter brutal zu Boden und damit bewusstlos geschlagen, nachdem er mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden war. Der Schiedsrichter kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Das Kreisliga-Spiel zwischen dem FSV Münster und dem TV Semd im Oktober letzten Jahres wurde nach der Tat abgebrochen. In einem Video sieht man, wie der 28-jährige Spieler den Unparteiischen nach dem Platzverweis ins Gesicht schlägt. Der 22 Jahre alte Schiedsrichter wurde dann mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. 

Die Entscheidung des Gerichts: Es habe potenzielle Lebensgefahr bestanden. Der Spieler muss zusätzlich zum Urteil 200 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten.

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