Dramatischer Rückgang: Frankfurter kämpfen gegen Insektensterben

Am 05.06.2018 veröffentlicht

Die Zahl der Fluginsekten ist in den vergangenen Jahrzehnten um 75 Prozent gesunken. Um den aktuellen Bestand zu prüfen, ruft der Nabu bis zum 10. Juni zum Insektenzählen auf. Auch Bürger im Frankfurter Stadtteil Bonames tun was gegen das Insektensterben.

Im Freibad oder auf der Terrasse sind sie nicht immer willkommen, aber Insekten sind unentbehrlicher Teil der Natur. Viele Insektenarten sind bedroht. Laut einer wissenschaftlichen Studie, die das Wissenschaftsjournal PLOS ONE veröffentlicht hat, ist die Menge an Fluginsekten in Deutschland in 27 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Grund dafür sei vor allem der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, so der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Die Mittel würden nicht nur Schädlingen, sondern auch harmlosen Insekten wie Bienen schaden.

Pflanzaktion in Frankfurt

Der Naturschutzverein Bonames geht mit bunt bepflanzten Blumenkästen gegen das Insektensterben vor: Die blühenden Pflänzchen sollen verstärkt Insekten anlocken und ihnen Nahrung bieten. "Die Aktion hier soll ein Wachrüttler sein, für die Nachbarschaft und den ganzen Stadtteil. Um auch mal wegzukommen von den pflegeleichten Gärten mit Kiesbeet. Das ist im Grunde genommen das, was die Natur kaputt macht", erklärt uns Kay Mack vom Naturschutzverein Bonames.

Tipps, um Insekten zu schützen

  • natürlichen Pflanzenschutz verwenden
  • Insektenhotels aufstellen
  • bunte Blumen und "Unordnung" wachsen lassen
  • einheimische Pflanzen anschaffen
  • auf giftige Mückensprays verzichten
  • keine Insektenfänger aufstellen

Weitere Tipps hat der NABU zusammengestellt. 

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