Stacheltiere in Not: Wie Sie Igeln helfen können

Am 05.11.2019 veröffentlicht

Jetzt im Herbst bekommen wir Igel wieder öfter zu Gesicht. Denn um sich die Fettreserven für den Winter anzufuttern, sind die eigentlich nachtaktiven Tiere auch tagsüber unterwegs. Doch viele von ihnen sind zu dünn und brauchen Hilfe. Die gibt es unter anderem von der Wildtierhilfe Schäfer e.V. in Dreieich.

Igel sind gerne in der Nähe von Menschen und bevölkern daher auch zunehmend Städte. Das Problem: Wasser- und Futterreserven sind hier für die kleinen Stacheltiere knapp. Zudem rauben die schwankenden Temperaturen den kleinen Tierchen ebenfalls viel Energie. Für den Winterschlaf muss ein Igel mindestens 600 Gramm wiegen, viele können dieses Gewicht allerdings nicht erreichen.

Tanja Schäfer, Leiterin der Wildtierhilfe Dreieich, und ihre Tochter haben in diesem Jahr bereits über 220 Igel aufgepäppelt – Tendenz steigend. Was auch Sie tun können, um Igeln zu helfen, hat Tanja unserer Reporterin Mareike Luft verraten.

Tipps zur Igelhilfe im Herbst

Futter:

Sie können Igeln klassisches Katzenfutter, sowohl trocken als auch nass, geben. Auch ein Rührei mit Öl aus der Pfanne (ohne Gewürze) fressen die kleinen Stacheltiere. Milch ist dagegen ein No-Go, denn davon bekommen die Tiere Durchfall.

Igelfreundlicher Garten:

Damit sich die Stacheltiere in ihrem Garten wohlfühlen, reicht es schon, wenn Sie Blätter in einer Ecke sammeln. Wenn Sie Äste haben, können Sie auch einen Reisighaufen ansammeln. Hier gehen Igel sehr gerne drunter. Alternativ können Sie auch ein Igelhäuschen kaufen und mit Stroh auslegen, denn Stroh nimmt nur wenig Feuchtigkeit an.

Generell gilt natürlich: Wenn sie einen Igel in Not finden, dann sollten Sie die Wildtierhilfe kontaktieren. Weitere Informationen und Tipps finden Sie auf der Webseite der Wildtierhilfe Schäfer.

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