Ehe für alle kommt: Zu spät für Dennis und Suat...

Am 21.03.2018 veröffentlicht

Es ist endlich soweit: Die Ehe für alle kommt. Das hat der Bundestag beschlossen - und bei vielen homosexuellen Paaren dürften deswegen die Sektkorken knallen: Endlich haben sie die gleichen Rechte wie ein Mann-Frau-Ehepaar. Für Dennis und Suat kommt diese Entscheidung zwar zu spät, denn die beiden haben sich vor der Umsetzung der Änderung in Darmstadt das Ja-Wort gegeben - aber froh sind sie trotzdem! Romina Morinello hat mit dem Paar gesprochen.

Wissenswertes rund um die gleichgeschlechtliche Ehe weltweit:

1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten. In Afrika (außer Südafrika) und einigen arabischen Ländern gilt eine gleichgeschlechtliche Beziehung noch immer als illegal. In westlichen Ländern wurden bereits in den 60ern und 70ern im Zuge der Hippie-Bewegung Paragraphen gegen die Homosexualität abgeschafft. Dänemark gab 1989 als erstes Land weltweit Homosexuellen das Recht für eine staatlich anerkannte Partnerschaft. Für die sogenannte Homo-Ehe waren dann die Niederlande 2001 die Vorrreiter; es folgten Spanien, Belgien, Dänemark, Portugal, Norwegen, Schweden, Dänemark, Luxemburg, Frankreich, Großbritannien (außer Nordirland) und Slowenien. Sogar Irland und Italien entschieden sich trotz katholischer Prägung nach einem Volksentscheid 2015 und 2016, die Homo-Ehe einzuführen, allerdings nicht mit vollem Adoptionsrecht. Finnland führte als letztes Land vor Deutschland 2017 die Ehe für alle ein. Die gleichgeschlechtliche Ehe gilt in Europa nicht als Menschenrecht, d.h. europäische Länder können die Ehe weiterhin als eine exklusive Verbindung zwischen Mann und Frau definieren. Außerhalb von Europa erlauben folgende Länder die gleichgeschlechtliche Ehe: Kanada, Brasilien, Argentinien, Südafrika und die meisten Staaten der USA.

Unterschiede zwischen einer Ehe und einer eingetragenen Gemeinschaft:

Die eingetragene Gemeinschaft hat in Bereichen wie Unterhaltsrecht, Güterrecht, Erbrecht, Steuerrecht weitgehend die gleichen Voraussetzungen wie die klassische Ehe. Der Hauptunterschied liegt im Adoptionsrecht: In der eingetragenen Gemeinschaft kann nur ein Partner allein ein Kind adoptieren, braucht dafür allerdings die Zustimmung des anderen. Bereits vorhandene Adoptiv- oder leibliche Kinder von einem der Partner können in der Gemeinschaft jedoch vom anderen adoptiert werden. Eingetragenen Partnerschaften fehlt der sogenannte verfassungsrechtliche Schutz - d.h. sie haben kein verankertes Recht, gewährt zu werden.

 

Belgien und Spanien, später Norwegen, Schweden, Portugal, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Slowenien und Großbritannien (mit Ausnahme von Nordirland). Belgien und Spanien, später Norwegen, Schweden, Portugal, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Slowenien und Großbritannien (mit Ausnahme von Nordirland). Belgien und Spanien, später Norwegen, Schweden, Portugal, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Slowenien und Großbritannien (mit Ausnahme von Nordirland). Belgien und Spanien, später Norwegen, Schweden, Portugal, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Slowenien und Großbritannien (mit Ausnahme von Nordirland). Belgien und Spanien, später Norwegen, Schweden, Portugal, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Slowenien und Großbritannien (mit Ausnahme von Nordirland
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