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Falsch zugestelltes Paket: Postbote löst Uran-Alarm in Erlensee aus

Ein falsch zugestelltes Paket löste in Erlensee einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten aus. Das Paket enthielt leicht radioaktives Material. Grund für den Irrtum war ein einfacher Fehler des Postboten.

Das versandte Päckchen stammt aus Tschechien, aus einem ehemaligen Uran-Abbau-Gebiet. Die Empfänger hatten radioaktives Material in der Postsendung vermutet, wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte. Als die Beamten das Paket öffnen, entdecken sie weiße Kügelchen und ein Stein.

Die Polizisten informierten daraufhin die Feuerwehr, die wiederum wegen Verdachts auf Radioaktivität einen ABC-Alarm (atomar, biologisch, chemisch) auslöste. Insgesamt 97 Einsatzkräfte waren vor Ort und richteten eine Sperrzone um das Haus ein. Ein Messtrupp mit Schutzanzügen rückte außerdem an und gab schließlich die Entwarnung. Gemessen wurde eine geringe Strahlung von 0,71 Mikrosievert. Zu keiner Zeit bestand Gefahr für Menschen.

Am Ende stellte sich heraus, dass der Paketbote die Sendung einfach falsch zugestellt hatte. In Erlensee gibt es zwei Straßen, die einen ähnlichen Namen tragen. Ein Steine-Sammler hatte im Internet das frei verkäufliche Mineral "Uraninit" bestellt - das Paket jedoch nie erhalten. Die Experten gingen jedoch auf Nummer sicher und packten das Paket in einen Spezialbehälter. Die Fachabteilung Umweltschutz des Regierungspräsidiums Darmstadt untersuchte daraufhin den Inhalt.

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